Dong Hoi Höhlen – seit 2003 UNESCO-Weltkulturerbe

 Dong Hoi Höhlen – seit 2003 UNESCO-Weltkulturerbe

Vor dem Besuch hier solltest du abklären, ob die Höhlen offen sind. Die berühmteste ist die Phong Nha-Höhle und wird mit Booten befahren. In der Regenzeit ist der Fluss so hoch, dass dies nicht geht und da ich noch die Bilder von den eingeschlossenen Jungs in der Höhle in Thailand im Kopf hatte, war ich vorsichtig. Ich war zur Regenzeit dort, aber auch hier ist der Klimawandel spürbar und so konnte ich die Höhle befahren.

Anreise

Ich kam hier mit einem schicken Schlafbus um 4.30 Uhr an und der Bus hielt vor einem Hostel. Bis ich mein Gepäck geholt hatte, standen ca. 20 Traveller beim Einchecken. Es fing gerade an zu regnen und so ging ich über die Straße ins nächste Hotel. Hier hat ein mich ein Nachtwächter eingelassen und nachdem ich das Zimmer angeschaut hatte und gefragt habe, ob man hier Touren zu den Höhlen buchen kann, war ich innerhalb von 10 min. auf dem Zimmer in meinem Bett. Frühstück gab es um 7 Uhr. Das hatte ich natürlich auch gefragt und wann die Touren beginnen. Wecker stellen nicht vergessen, wenn du so wie ich nicht ewig Zeit hast.

Touren

Nun hast du mal wieder die Möglichkeit unter vielen Touren zu wählen: Höhlen, in denen man schwimmen kann, Höhlen, in die man mit dem Boot fährt und Höhlen, die man zu Fuß besucht. Alle Touren sind anspruchsvoll und Treppen hat es leider überall. Ich hoffe, du bist gut zu Fuß. Die Hotels geben hier Tipps zu den einzelnen Höhlen.

Zum Schwimmen war es mir zu kalt. Und ich wollte unbedingt das Drachenmaul – Phong Nha sehen. Also wählte ich eine Tour mit dieser Höhle und der Paradise Cave (Thien Duong). Die Tour stoppt sogar in so einer Art Botanischer Garten mit einer Wanderung zu einem Wasserfall. Auch hier befindet sich ein Drehort von Kong. Der dritte nach der Ha Long Bucht und Ninh Binh.

Die Straße zur den Höhlen ist ein Teilstück der Hauptversorgungsroute der Vietcong und wurde im Vietnam Krieg von 2.000 Freiwilligen in nur 65 Tagen gebaut und war über 100 km lang.

Paradise Cave (Thien Duong)

Die Paradise Cave wurde 2010 durch Zufall entdeckt und wurde zu längsten trockenen Höhle der Welt erklärt. Von ihren 35 km ist 1 km für Besucher zugänglich gemacht. Ich habe schon einige Höhlen besucht, aber diese ist die schönste. Vor allem durch ihre kurze Entdeckungszeit hat sie keinen Schaden von frühen Entdeckern mit Holzfackeln oder irgendwelchen Zerstörungswütigen erfahren.

Alles ist mit Holzstegen ausgebaut und kann so bewundert werden, ohne die Tropfsteine zu schädigen. 200 Holzstufen führen in eine Welt aus magischen Formen und man geht den selben Weg hin und zurück. Aber auch der Weg zur Höhle ist beeindruckend. Es geht steil bergauf mit Stufen durch den Dschungel. Auch hier wieder an etwas zu trinken denken. Und eine Jacke für die Höhle ist nicht verkehrt.

Drachenmaul (Phong Nha)

Dafür ist der Weg zur Phong Nha Höhle sehr einfach. Man setzt sich in ein Boot und genießt die Fahrt. Das Geniale ist: Das Boot hat ein Dach gegen Regen und Sonne. Vor der Höhle hält man kurz. Das Dach wird zusammengeschoben und Schwups hat man ein Cabrio. Freie Sicht nach oben.

Die Höhle ist lange nicht so schön, wie die Paradise Cave. Da hier jedes Jahr in der Regenzeit das Wasser bis fast zur Höhlendecke reicht, können sich die Tropfsteine nicht so entfalten, wie in einer Trockenhöhle.

Ein kleiner Teil liegt oberhalb des Flusses und man wird für einen kleinen Spaziergang abgesetzt. Man läuft zurück zum Höhleneingang und sollte schauen, dass man sein eigenes Boot wieder findet. Zum Glück haben sie Nummern.

Wenn ich ein Zwerg aus „Herr der Ringe“ wäre, wäre meine Reise hier wahrscheinlich zu Ende. So viel Schönheit unter Tage sucht seines Gleichen und wie so oft bewundere ich die Vielfalt der Naturformen. Alles nur ein bisschen Wasser und Kalk. Eigentlich nicht zu begreifen.

Da ich mich aber auch noch für andere Dinge begeistere, geht die Reise Richtung Süden weiter und vieles gibt es noch zu entdecken.

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