Da Lat – Stadt des „Ewigen Frühlings“

 Da Lat – Stadt des „Ewigen Frühlings“

Anreise

Wie kommt man von Hoi An nach Da Lat? Ein Blick auf der Karte sagt. 13 h mit dem Bus! Fliegen klingt da recht einfach. Nur liegt der Flughafen in Hue und dann muss man hin fahren – Zeit einplanen. Vom Flughafen in Da Lat muss man in die Stadt kommen. Also alles nicht sehr komfortabel. Und dann bin ich Mitten in der Nacht irgendwo in Da Lat und muss noch ein Hotel suchen. Doch es geht auch einfacher: Es geht ein Nachtbus von Hoi An, der um 18 Uhr abends losfährt und morgens um 7 Uhr ankommt. Du musst nicht umsteigen, du kommst mitten in der Stadt an und da es ein Liegebus ist, kannst du schlafen. Genial.

Übernachtung

Ich bin also morgens angekommen, habe das nächsten Hotel gesucht und bin bei Mr. Happy gelandet. Das kann ich so wie es ist weiterempfehlen. Mr. Happy ist supernett. Das Hotel ist klein aber fein, er organisiert Touren und für ein Mädel, das bei ihm gewohnt hat, hat er einfach eine Geburtstagsfeier organisiert und alle Gäste eingeladen.

Touren

Hier wollte ich eine Wandertour machen. Doch es fand an diesem Tag keine statt und so hat mir Mr. Happy eine Motorradtour empfohlen. Hier in Da Lat gibt es einen Zusammenschluss von Motorradfahrern: Dalat Easy Rider. Das habe ich ausprobiert und es war so gut, dass ich sie hier kurz beschreiben möchte. Der Fahrer Cong statte mich erst mal mit den ganzen Protektoren und Helm aus und dann ging es auch schon los; vorbei an allen möglichen Feldern, die es nur hier aufgrund des gemäßigten Klimas gibt.

Easy Rider für einen Tag

Vietnam - Hue -Da Lat

Da Lat wurde erst 1897 von den Franzosen gegründet, da auch sie eine Pause vom feuchtheißen Klima benötigten. Als wir an Erdbeerfeldern vorbei kamen, erfuhr ich, dass dies der einzige Ort in Vietnam ist, an dem sie wachsen. Morgens gab es Erdbeermarmelade zum Frühstück und war somit etwas ganz besonderes. Wir stoppten an einer Kaffeeplantage und ich probierte diverse Kaffeesorten und kaufte auch etwas zum Mitnehmen nach Hause. Der Kaffee hier ist so aromatisch – sehr sehr lecker. Er wird mit Kakaobohnen geröstet und duftet unglaublich gut nach Schokolade.

Weiter ging es durch Tomaten-, Reis-, Maracuja- und Blumenfelder. Alles wird hier angebaut. Aber erst seit 40 Jahren. Es ist schon komisch: Für uns ist es nichts Besonderes und hier hält man extra für Fotos.

Pongour Wasserfälle

Vietnam - Hue -Da Lat

Bei den Pongour Wasserfällen hielten wir für das Mittagessen und dann hatte ich Zeit, die Wasserfälle zu erkunden. Sie waren sehr spektakulär, denn das Wasser stürzte 40 m in die Tiefe und in der Regenzeit ist der Donner und die Gischt von Weitem zu sehen.

Achtung der Weg hinunter ist sehr rutschig.

Gougah Fall

Vietnam - Hue -Da Lat

Der nächste Stopp war bei dem Elefanten-Wasserfall (Gougah Fall). Er stürzte in zwei Kaskaden 17 m in die Tiefe und hier hatte es sogar noch mehr Wasser. Der Weg war steil und rutschig vom Sprühregen des Wasserfalls und zudem zum Teil überflutet.

Lachender Buddha

Vietnam - Hue -Da Lat

In der Nähe gab es den lachenden Buddha und mein Fahrer lies mich hinlaufen, was sehr angenehm nach dem Sitzen auf dem Motorrad war. Mir fiel sowieso auf, wie rücksichtsvoll Cong war. Er kannte sich super aus. Stoppte an allen interessanten Stellen und machte so die Pausen, dass die Tour nicht anstrengend wurde.

Seidenfabrik

Vietnam - Hue -Da Lat

Ein weiterer Stopp war bei einer Seidenfabrik. Seide ist aus dem Faden eines Schmetterlings gemacht. Die Raupe verpuppt sich und 50 m Faden sind in einem Kokon. Wenn er soweit ist, wird er in heißes Wasser gelegt und der Faden abgerollt. Die Maschinen hier sahen aus, wie aus dem Museum, wurden aber immer noch benutzt. Die Seidenraupe stirbt leider, wenn der Faden gewonnen wird. Gut fand ich allerdings, dass sie nicht weggeworfen wird, sondern die Leute rösten sie mit Gewürzen.

Cong, mein Fahrer, gab mir eine Schale voll Raupen zum Probieren. Als er mein Gesicht sah, meinte er nur, „wenn du es nicht probierst, kannst du es nicht beurteilen„. Wo er Recht hat, hat er Recht. Ich schluckte meine Vorurteile runter und probierte eine Raupe. Und siehe da: Ich lebe noch und noch viel interessanter ist, dass sie gut geschmeckt hat. Sie schmeckte wie eine Erdnuss nur weich. Ich denke, die Leute essen es hier wie Kartoffelchips. Nur, dass es viel gesünder ist

Und falls du jetzt nach dem Gedanken eine Raupe zu essen, etwas Stärkeres benötigst, schreibe ich noch vom letzten Stopp: An einer Schnapsbrennerei. Auch hier probierte ich und hoffte, nicht blind zu werden. Das war nicht der Fall, aber der Schnaps war so stark, dass ich das Gefühl hatte, jetzt ein Loch im Magen zu haben. Das war bestimmt die Rache der Raupe.

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