Reiseziele Edinburgh

Im Reiseführer steht, dass die Stadt einfach zu einem Besuch einlädt und ich muss gestehen, dass dies stimmt. Die Stadt ist traumhaft schön. Ich kam von Irland und da sind die Städte mehr oder weniger modern. Aber Edinburgh ist eine zauberhafte Mittelalterliche Stadt, mit herrlich robusten Steinbauten, die dich einfach in eine andere Zeit versetzten. Heute hat sie ca. 518.000 Einwohner und die unzähligen historischen Gebäude erzählen von ihrer geschichtsträchtigen Vergangenheit – zu der wir jetzt kommen.

Schon vor dem 9. Jh. v. Chr. haben hier Menschen gesiedelt, denn die Lage ist sehr Besonders. Der Hügel, auf dem heute das Schloss steht, ist ein Basaltkegel eines erloschenen Vulkans. Drei Seiten des Hügels fallen fast senkrecht ab und die vierte  Seite ist so eben, dass sie bequem zu Fuß begehbar ist. Diese heute Royal Mile genannte Straße, die kerzengerade vom Schloss wegführt ist ein erkalteter Lavastrom. Der Hügel lag 80 m erhöht in einer Umgebung aus Sümpfen. Ein heiß begehrter und im Laufe der Jahrhunderte stark umkämpfter Ort. Diese spezielle Topographie führte auch dazu, dass hier die ersten Hochhäuser vor hunderten von Jahren gebaut wurden – Manhattan im Mittelalter also.

Aber vor dem Mittelalter kamen erst einmal die Römer im 1. Jh. und nahmen den Hügel mit Umgebung in Beschlag. Im 7. Jh. wurde der Castle Rock Dun Eiden („Festung auf dem Hügel“) genannt. Als er 638 vom Königreich Northumbria erobert wurde, wurde das Gälische Wort „Eiden“ mit dem Altenglische Wort „Burgh“ für Festung ergänzt und der Name Edinburgh entstand.

Erst im 12 Jh. wurde die reine Verteidigungsaufgabe der Stadt durch König David I erweitert. Er hielt Gerichtssitzungen im seinem Schloss und gründete die Abtei von Holyrood. 1437 wurde die Stadt zur Hauptstadt Schottlands ernannt und 1450 wurde dann die erste vollständige Stadtmauer um den Stadtkern errichtet.

Ihre wichtigste Rolle in der Geschichte spielte die Stadt während der Reformation 1560 – 1690. So wurde hier z. B. schon 1583 eine Universität gegründet. Mit dem Zusammenschluss mit England verlor die Stadt jedoch Zusehens an Bedeutung. Im Ersten und Zweiten Weltkrieg wurde sie zwar bombardiert, kam jedoch mit geringen Verlusten an Menschenleben und Gebäuden davon.

Am 12. Mai 1999 wurde nach fast 300 Jahren wieder ein Schottisches Parlament ernannt, das hier seinen Sitz hat und die Queen verbringt hier ihre Sommermonate.

Die spezielle Topographie führt dazu, dass es in der Stadt sehr viele Brücken gibt und sehr steile Straßen mit vielen Treppen. Du solltest also gut zu Fuß sein, um die Stadt zu erkunden. Zudem gibt es sehr viele Bereiche, die mit altem Pflaster belegt sind. Wie es mit öffentlichen Verkehrsmitteln aussieht, kann ich nicht beurteilen, da ich alles zu Fuß erkundet habe. Die Stadt bzw. die Sehenswürdigkeiten im Stadtzentrum liegen alle in Gehweite.

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