Sa Pa – das Tor zum Norden

 Sa Pa – das Tor zum Norden

Sa Pa liegt im Norden und bietet die einfachste Möglichkeit, die ethnischen Minderheiten im Norden zu besuchen. Ganz bequem kann man in Ha Noi eine Tour mit Übernachtung buchen. Vor Ort muss man sich dann um nichts mehr kümmern.

viagollas Extratipp

Ich hatte es sogar so organisiert, dass ich von der Ha Long Bucht abends zurück kam, Zeit zum Umpacken hatte und um 21 Uhr in den Norden aufbrach. So sparst du viel Zeit und eine Übernachtung.

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Anreise

In Vietnam gibt es super bequeme Nachtbusse. Das sind Busse mit drei Reihen Stockbetten. Gepäck wird unten verstaut. Beim Einsteigen zieht man die Schuhe aus und bekommt vom Busfahrer eine Plastiktüte dafür. Dann begibt man sich in Socken oder Barfuß zu seiner Liege. Der Bus hat eine Toilette und natürlich macht er zwischendrin Pause. Toll fand ich, dass er um 3:30 Uhr ankam und erst um 6 Uhr die Türen öffnete und Licht anmachte, damit die Gäste noch weiter schlafen können. Doof nur, dass es außer mir, kaum jemand wusste. Die Leute fingen an rumzukruschteln, bis sie merkten, dass sie noch weiter schlafen können.

Die Tour

1. Tag

Ich wurde dann abgeholt und wir fuhren in ein Dorf außerhalb Sa Pas– Übernachtung im Homestay war Teil der Tour. Hier gab es erst mal lecker Frühstück, bevor die erste Wandertour los ging.

15 km in 5 h. Mein Tourguide war eine junge Frau, die gut englisch sprach und zwei Köpfe kleiner war als ich. Dafür geleitete sie mich über die schlammigsten Wege mit der Trittsicherheit einer Gebirgsziege. Wenn es zu rutschig wurde, halfen noch zwei Begleiterinnen und alle hatten Bärenkräfte, wenn sie einen an die Hand nahmen und führten. Das Mittagessen hatten wir mitgenommen und unterwegs gegessen.

Nachmittags hatte ich frei und habe erst mal ein Nickerchen gemacht. Leider hat es immer wieder geregnet. Sehr schön beim Mittagsschlaf, dem Regen zu lauschen. Trotzdem hatte die Tour eine unglaubliche Stimmung. Die Reisfelder sind im Oktober abgeerntet und Dunst lag über der Landschaft. Es ist sehr hügelig und man kommt an kleinen Dörfern vorbei, sieht alle möglichen Haustiere frei umherlaufen (z. B. Hühner, Schweine, Wasserbüffel) und sieht Kinder von der Schule kommen. Viele tragen noch die traditionelle Tracht und allein in diesen beiden Tagen der Tour konnte ich vier unterschiedliche Volksgruppen sehen.

2. Tag

Die Wanderung am nächsten Tag startete wieder nach dem Frühstück. Diesmal war sie nur 7 km lang, dafür aber anspruchsvoller, da sehr steil. Wieder begleiteten die Tour zwei zusätzliche Frauen. Diese nutzten schon wie am Vortag die Gelegenheit, ihre Handarbeiten zu verkaufen. Sie waren nicht aufdringlich und ich habe etwas gekauft. Es war nicht teuer und ein schönes Mitbringsel. Zudem sah man auf der Tour, wie die Menschen hier leben. Wir kamen an einem Dorf vorbei, das nicht einmal Strom hatte, dafür aber eine Vorrichtung, um Reismehl zu stampfen – angetrieben zu 100 % ökologisch – mit dem Wasser aus einem Bach. Das Mittagessen wurde diesmal in der Unterkunft eingenommen.

Die Rückreise

Bevor der Bus um 17 Uhr zurück ging, hatte ich Zeit, den Ort Sa Pa zu erkunden, der einen wunderschönen See als Ortsmitte hat. Zurück ging es natürlich ebenfalls im Liegebus.

Tipps für die Busfahrt

Ganz hinten gibt es mehrere Liegen nebeneinander und man hat mehr Platz für die Beine. Sehr praktisch, wenn man so groß ist wie ich. Zudem habe ich immer, einen kleinen Rucksack mit den wichtigsten Dingen und Wertsachen mit in dem Innenraum dabei. Hier gehört für mich neben Fotoapparat und Handy immer der Reisepass und alle wichtigen Dokumente dazu. Und natürlich mein Heiligstes: Der Reiseführer! Und etwas zu trinken. Ganz wichtig!!!

Essen kaufen kann man unterwegs und wenn man mal Hunger hat, ist das nicht schlimm, aber bitte trink immer genug. Ganz wichtig in den Tropen. Zudem habe ich auch immer Kopfschmerzmittel im Handgepäck und wenn du anfällig bist, solltest du auch Tabletten gegen Reisekrankheit dabei haben. Die Fahrt nach Sa Pa ist ganz schön kurvig.

Und ebenfalls bitte nicht unterschätzen: Du bist in Asien. Die sind irre bezüglich Klimaanlage und kühlen alles so runter, dass es für uns unangenehm ist. Jacke oder Pulli gehört also ebenfalls mit ins Handgepäck. Du wirst haufenweise Reisende mit Schnupfen und Husten treffen. Oft hilft auch schon ein Halstuch. Das kann man hier sehr gut vor Ort kaufen.

Zurück in Ha Noi wird man nicht mehr zum Hotel gebracht, sondern steigt am Busoffice aus. Praktisch ist es, wenn man seine Unterkunft schon vorab gebucht hat. Zumal ich hier auch mein Gepäck gelassen habe. Das bieten alle Hostels und Hotels an.

Die Tour war Klasse, anstrengend und ein kleines Abenteuer. Aber nun freute ich mich auf mein Bett. Am nächsten Tag ging es ja schon um 9 Uhr weiter.

Nun hast du einiges über Sa Pa gelernt. Du bist jetzt mit Sicherheit auf der Suche nach weiteren Sehenswürdigkeiten, die du während deiner Reise in Vietnam anschauen kannst?

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