Königsbronn – Brenzursprung – Itzelberger See – Albwanderung am Rand des Brenztals

 Königsbronn – Brenzursprung – Itzelberger See – Albwanderung am Rand des Brenztals

An Neujahr habe ich eine schöne Winterwanderung mit herrlichem Neuschnee unternommen und da es eine schöne Waldrunde mit einigen Highlights ist, möchte ich sie dir beschreiben.

Der Brenztopf

Der Brenztopf oder der Brenzursprung ist eine Karstquelle und sehr schön gefasst, denn hier wurde Industriegeschichte geschrieben. Die älteste Eisenindustrie Deutschlands hat hier ihren Ursprung, da die Kraft des Wassers schon früh erkannt und genutzt wurde.

Die Farbe des Wassers ist von so einem tiefgründigen blau, welches mit dem Blautopf in nichts nachstehen muss. Eine Wanderung dorthin findest du übrigens unter: https://viagolla.com/blautopf-ruine-rusenschloss-und-segelflieger. Die blaue Farbe entsteht übrigens durch die Tiefe des Quelltopfes von bis zu 4,30 m. Das Wasser hat eine gleichbleibende Temperatur von 7°C.

Königsbronn - Wandertipp - Baden-Württemberg - Deutschland

Als Karstquelle bezeichnet man eine Quelle, die Teil eines Karstsystems ist. Karst entsteht, wenn Wasser das Gestein im Untergrund auflöst und dadurch Höhlen, unterirdische Flüsse und Hohlräume entstehen.

Die Schwäbische Alb besteht aus Kalkstein und ist deshalb sehr anfällig für die vom Regen verursachte Korrosion. Sie ist löchrig wie ein Schwamm und so umfasst das Einzugsgebiet der Brenzquelle Teile des nördlichen Albuchs und reicht bis nach Irmannsweiler, Bartholomä, Amalienhof und Zang. Die Schüttung der Quelle schwankt zwischen 230 bis über 20.000 Liter pro Sekunde und ist damit eine der stärksten Quellen Deutschlands.

Das Wasser, das du hier siehst, hat weite Reise vor sich. Es fließt über die Brenz in die Donau und in ihr durch unglaubliche 10 Länder – so viele, wie kein anderer Fluss der Erde durchquert: Deutschland, Österreich Slowakei, Ungarn, Kroatien, Serbien, Bulgarien, Rumänien, Moldawien und die Ukraine.

Die Wanderung

Startpunkt ist der Wanderparkplatz auf der Zanger Straße von Heidenheim kommend auf der rechten Seite vor dem Kreisverkehr. Im Kreisel geht es rechts nach Königsbronn und links nach Steinheim. Geradeaus gelangst du nach Zang. Wenn du dort bist, dann bist du zu weit gefahren und drehst einfach um und fährst ein Stück zurück. Am Wanderparkplatz gibt es eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 70 km/h. Obacht! Hier wird gern geblitzt.

Du kannst aber auch in Königsbronn oder Itzelberg starten. Da es eine Rundwanderung ist, ist der Startpunkt nicht so wichtig.

Die Wanderung ist ca. 10 km lang und dauert ungefähr 3 h. Sie ist nicht für Kinderwagen und Rollstühle geeignet, da du viele Treppen zum Brenztopf hinabsteigen musst. Zudem ist der Weg an manchen Stellen sehr steil.

Vom Parkplatz führt eine geteerte Straße im rechten Winkel von der Straße in den Wald. Das Wandersymbol ist der rote horizontale Balken des HW4- des Main-Donau-Bodensee-Weges. Diesem Symbol folgst du einfach bis es steil bergab geht. Kurz davor biegt ein Feldweg nach links Richtung Ruine Herwartsstein ab.

Der Weg führt durch einen Bauernhof und danach geht es auch hier steil bergab. Danach ist die Burg Herwartsstein angeschrieben , was auch mit dem Symbol des Schäferwanderweges gekennzeichnet ist. Infos zu diesem Weg findest du unter https://viagolla.com/albschaeferweg/.

Herwartsstein

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Die Burg stammt aus dem 7. bis 8. Jh. und wurde von den Staufern errichtet. Die Steine der mittelalterlichen Hauptburg aus dem 11. Jh. wurden dann aber 1303 abgetragen und für den Bau des Klosters in Königsbronn verwendet. Auch damals stand man schon auf Recycling.

Von hier hast du einen fantastischen Blick auf Königsbronn und das Brenztal. Es hat auch eine Sitzbank, falls du dort rasten möchtest. Du wanderst den Weg wieder zurück, denn von der Ruine geht es nur senkrecht ins Tal und ohne Flügel ist das ein bisschen gefährlich.

Brenzursprung

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Der HW4 ist weiter angeschrieben und du folgst der Beschilderung bergab einer kleinen Straße Richtung Königsbronn. Wenn die Straße eine 180°-Kurve macht, zweigt der Wanderweg nach links ab. Nun folgst du den Treppen und weiter dem HW4. Von hier kannst du schon fast den Brenztopf sehen und weitere Treppen führen dich direkt zur Quelle. An der Quelle hat es einige Hinweisschilder mit vielen interessanten Fakten der Quelle und Wanderungen Rund um Königsbronn.

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Mein Tipp ist hier aber nach den Wasseramseln Ausschau zu halten. Ich sehe sie fast immer, wenn ich dort bin. Sie ist durch ihre weiße Kehle gut zu erkennen und wippt immer ganz aufgeregt mit dem Schwanz. Außerdem kannst du sie dort perfekt beim Tauchen beobachten. Was für genialer Vogel.

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Gleich hinter dem Brenztopf befindet sich das hübsche Rathaus von Königsbronn. Normalerweise finden davor immer Theateraufführungen im Sommer statt. Leider ist es letztes Jahr ausgefallen. Mal schauen, was 2021 bringt?

Itzelberger See

Von dort folgst du einfach den Schildern Richtung Itzelberg, das von hier 1,5 km entfernt liegt. Die Straße führt über einen Bahnübergang. Sei hier bitte vorsichtig. Kurz dahinter siehst du schon den Itzelberger See. Du kannst einmal komplett darum herum wandern, wenn du Zeit und Lust dazu hast. Mein Weg führt dich aber nur auf der Südseite am Weg entlang.

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Hier kannst du im Sommer Boote mieten oder Minigolf spielen und eine Kleinigkeit essen. Nach dem See folgst du der Beschilderung Albschäferweg und Bannwald Siebter Fuß. Du gehst die Brückenstraße entlang und querst wieder die Eisenbahnlinie. Nun führt dich der Weg wieder Richtung Heidenheim und es geht leicht bergauf. Auf der rechten Seite befindet sich die Forstschule. Der Bannwald ist ein Waldschutzgebiet. Also achte bitte darauf.

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Ein Feldweg führt in einem offenen Tal weiter in den Wald hinein. Am Ende des Tals gabelt sich der Weg. Unter einer Fichte steht eine Sitzbank und wenn du dir den Stamm genau betrachtest, dann siehst du, dass auf der linken Seite eine gelbe Raute angebracht ist. Dies ist dein Weg. Du folgst also dem Steinhirnweg und er führt dich sehr steil bergauf in den Wald hinein.

Auf diesem Waldweg wanderst du bis zum Krummerweg. Es folgt eine Lichtung mit der forstwirtschaftlich genutzten Bauernhäuleshütte. Hinter der Lichtung gelangst du zu einem größeren Waldtümpel. Dort findest du eine schöne Beschreibung heimischer Libellen.

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Es geht wieder zurück zum Hauptweg und du folgst diesem ca. 100 nach rechts und biegst an der ersten Möglichkeit wieder links ab. Diesem Weg folgst du und kommst nochmal an einem kleinen Tümpel vorbei. Kurz darauf gelangst du zum Holzackerweg, an dem du rechts abbiegst und nun Richtung Parkplatz wanderst.

Der Weg im Wald ist nicht ganz einfach, aber du kannst ja die App „Auto finden“ verwenden, wenn du unsicher bist. Tipps dafür findest du in meinen Reisebasics unter https://viagolla.com/handynutzung-auf-reisen-7-2-ueberlebenstipps-fuer-unterwegs/.

So erreichst du wieder den den Hauptwanderweg HW4 bzw. den geteerten Waldweg und biegst nach links Richtung Parkplatz ab.

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2 Comments

  • Hi! Was für wunderschöne Eindrücke du uns mit diesem Bericht lieferst. Und die Bilder sind echt toll geworden.

    • Hallo Charlotte,
      herzlichen Dank – ein Lob vom Profi freut mich natürlich besonders.
      Liebe Grüße
      Sonja

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