Albschäferweg

 Albschäferweg

Die Schäferei auf der Schwäbischen Alb hat lange Tradition, denn die steinigen kargen Karstböden waren für Ackerbau nicht gut geeignet. Die Flächen wurden mit Schafen beweidet und so entstanden die für die Alb typischen Wacholderheiden. Die Schafe mögen die stacheligen Wacholder nicht, weshalb diese Gehölze als einziges der Beweidung stand hielten. Diese Kulturlandschaft muss auch heute beweidet werden, denn ansonsten würde sie einfach zuwachsen und langfristig wieder in Wald übergehen. Die Heiden sind aber ein besonders wertvoller Lebensraum, denn viele seltene Pflanzen und Tiere haben sich auf diese Magerböden spezialisiert. Deshalb ist die Schäferei auf der Schwäbischen Alb besonders wichtig, da sie die Funktion der Landschaftspflege übernimmt. Naturschutz der besonderen Art also.

Der Albschäferweg ist ein Rundwanderweg, der durch die Heidenheimer Brenzregion führt. Er symbolisiert die Tradition, wie die Schäfer mit ihren Schafen zu Fuß von Weide zu Weide ziehen. Er ist insgesamt 158 km lang und ist in 10 Etappen untergliedert. Die Etappen haben eine Länge von 6 bis 20 km und bieten eine gute Möglichkeit die abwechslungsreiche Landschaft der Schwäbischen Alb zu erkunden.

Die Abschnitte führen immer von A nach B sind also keine Rundwege. Wenn du ihn gesamt erwandern möchtest, gibt es an den Endpunkten immer Übernachtungsmöglichkeiten. Dazu kann ich jedoch nichts berichten, da ich ja aus der Gegend bin.

Wenn du also wieder zum Ausgangspunkt zurück möchtest, dann kannst du öffentliche Verkehrsmittel nutzen oder Fahrgemeinschaften bilden und ein Auto am Endpunkt parken.

Ich beschreibe hier die 7. Etappe: Heidenheim – Nattheim

Geparkt hatte ich am Naturfreundehaus Hahnenschnabel. Von Nattheim fuhr ich mit dem Bus wieder zurück nach Heidenheim und musste dann nur wieder zum Naturfreundehaus laufen. Das Besondere an diesem Tag war, dass es ein trüber, nebliger Tag im November war. Wandern geht fast bei jedem Wetter und du wirst erstaunt sein, wie toll du dich nach so einem Tag fühlst.

Vom Naturfreundehaus läufst du den Schildern folgend bergab. Im Wald musst du aufpassen, denn der Weg zweigt nach rechts ab. Am Ufer des Flusses Brenz gehst du nach Norden Richtung Schnaitheim. Der Weg führt nun durch ein Industriegebiet und vorbei ein einem Baustoffhandel. Du folgst der Badenbergstrasse und querst die Nattheimer Straße . Nun folgst du der Straße Kupfertal zum Spechtweg und Stieglitzweg. Diese führen dich dann auf die Heidefläche des Moldenbergs.

Du gehst nun weiter Richtung Sportanlagen auf dem Moldenberg. Auf dem Parkplatz findest du eine interessante Wanderinfotafel. Nun geht es wieder in den Wald auf einem „Trimm-Dich-Pfad“. Versuche mal das eine oder andere Sportgerät. Es macht wirklich Spaß.

Wenn du auf einen Schotterweg gelangst, musst du aufmerksam nach den Schildern schauen. Nach 150 m geht es an einer großen Eiche links auf einen Grasweg. Dieser führt dich zur Jakobshülbe weiter zur Gehrenhütte. Der Weg kann hier sehr matschig sein. Gib also Obacht. Nach der Gehrenhütte kommt wieder ein Schotterweg und nun läufst du der Autobahn A7 entgegen.

Eine Fußgängerbrücke bringt dich sicher über die Autobahn und nun folgt wieder ein naturnaher Waldweg. Du gelangst auf einen Schotterweg und nun wanderst du Richtung Ramensteinhöhle. Nach der Höhle kommt wieder ein Wiesenweg Richtung „Alter Sportplatz“ und zur Schäferei Wiedenmann. Der geteerte Radweg führt dich nun in den Ort hinein und du kannst vor der Rückfahrt noch einen Abstecher Richtung Brauerei unternehmen. Das Nattheimer Bier ist nämlich echt lecker.

Wenn du wie ich mit dem Bus zurück fährst, dann steigst du am Busbahnhof in Heidenheim wieder aus und läufst dann Richtung Schnaitheim und dann über eine Heide Richtung Naturfreundehaus.

Du kannst aber auch mit dem Bus Richtung Waldfriedhof fahren. Der befindet sich in der Nähe des Naturfreundehauses.

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2 Comments

  • Oh, wow! Auf eine Wanderung im November wäre ich nie gekommen.
    Ich stelle mir das aber richtig toll vor 🤩

    • Ja das war richtig toll. Ich hatte mit 2 Freunden das Wandern ausgemacht und es war richtig Klasse. Nebel, Wandern, Ratschen und eine leckere Einkehr am Schluss.

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