Schnaitheim – Nattheim – vorbei an der Birkelhöhle zu Karstquellen im Wald

 Schnaitheim – Nattheim – vorbei an der Birkelhöhle zu Karstquellen im Wald

Heute beschreibe ich eine Runde in der Nähe von Heidenheim. Du solltest 4 h Zeit einplanen und auch eine Taschenlampe für die Höhle dabei haben.

Parken kannst du an der Stichstraße, die von Schnaitheim kommend in die B466 einmündet (gegenüber der Gärtnerei) oder du startest in Nattheim. Das ist auch gut möglich. Ein weiterer Startpunkt könnte auch an der Ausfahrt Heidenheim an der Autobahn A7 liegen. Da gibt es eine Tankstelle und einen Lkw-Rastplatz und einen PM-Parkplatz.

Vom Parkplatz in Schnaitheim kommend musst du erst die B466 überqueren. Bitte pass auf den Verkehr auf – die Autos fahren oft schneller als die erlaubten 70 km/h. Von da folgst du dem roten Dreiblock Richtung Birkelhöhle, die 1,8 km entfernt liegt. Du wanderst ein weites Stück parallel zur Bundesstraße auf einem Forstweg Richtung Westen. Achte auf die Beschilderung nach ca. 15 min., da der Weg im rechten Winkel abzweigt und dann im Wald bergauf Richtung Höhle führt.

Nun folgst du einem Wanderweg und nach ein paar hundert Metern kommt der Abzweig zur Birkelhöhle. Vom Hauptweg führt ein schmaler Wanderweg mit roten Pfeil gekennzeichnet ca. 100 m in den Wald zum Höhleneingang. In der Höhle findest du schöne Tropfsteine und es geht so weit hinein, dass es ganz dunkel ist. Neuerdings ist die Höhle mit einer Gittertür gesichert. Ich denke, dass sie im Winter zum Fledermausschutz geschlossen wird.

Den selben Weg gehst du zurück und dann weiter den Hang hinauf. Oben auf einem Forstweg angekommen, biegst du links ab und folgst den Schildern nach Nattheim. Links befindet sich die Saumahdhütte. Ein Stück weiter kommt ein Abzweig zum Saumahdbrunnen. Wieder ein roter Pfeil führt zu der 150 m entfernt liegenden Quelle.

Diese ist wunderschön gefasst und bietet mit Bänken eine schöne Stelle für eine Rast. Auf der Alb können Quellen nur dort entstehen, wo eine wasserundurchlässige Tonschicht das Versickern des Wassers in den Spalten und Ritzen im Karst verhindern. 1972 wurde die Quelle durch den Schwäbischen Albverein neu gestaltet und in jetziger Form aufgebaut. Unterhalb der Quelle befindet sich ein kleines Biotop, das ebenfalls einen Blick lohnt.

Zurück auf der Forststraße wanderst du einfach weiter Richtung Nattheim dem roten Dreiblock folgend. Nach einem kurzen Stopp kommt eine weitere gefasste Quelle. Der Käsbrunnen ist 300 m vom Hauptweg entfernt. Die Quelle des Brunnens liegt 612 m hoch und gehört mit der Saumahdbrunnen zu den einzigen beiden dauerhaften Quellen im Waldgebiet Osterholz. Deren Einzugsgebiet beträgt nur 0, 3 km². Der Käsbrunnen wurde bereits 1953 gefasst. Nach dem Orkan Lothar 1999 wurde der Wald hier zu 90 % zerstört und die Quelle wurde erst 2002 wieder hergerichtet.

Zurück auf dem Forstweg geht es wieder weiter Richtung Nattheim. Das Ende dieses Wegabschnittes wird mit der Wagnersgrube, einem idyllischen Waldtümpel, markiert. Der rote Dreiblock wird nun von der roten Raute abgelöst und der Weg knickt 90 Grad nach links ab. Geradeaus weiter geht nicht, denn da ist die Autobahn A7 im Weg.

Du folgst nun dem Weg und siehst durch den Wald schon die Lkw des Rastplatz. Hier ist der einzige Punkt, wo du aufpassen musst, denn der Weg ist nicht ausgeschildert. Du gehst so lange, bis der erste Feldweg rechts abzweigt. Dem folgst du und schnell siehst du die Tankstelle und den Rastplatz. Nun findet sich auch wieder ein gelbes Schild mit dem Weg nach Nattheim. Folge der roten Raute.

Diese fuhrt dich unter der Autobahn durch weiter Richtung Nattheim. Der Weg läuft nun raus aus dem Wald und geht vom Feldweg in eine Straße über. Du folgst weiter der roten Raute und gelangst so nach Nattheim. Die Raute leitet dich direkt in die Ortsmitte zur Kirche. Hier ist ein schöner Platz, der ebenfalls zu einer Rast einlädt. Es gibt auch die Möglichkeit, hier in Wirtschaften einzukehren.

Direkt auf diesem Platz befindet sich auch eine interessante Wander- und Radkarte. Wirf mal einen Blick darauf und schau, ob du deinen bisherigen Weg finden kannst.

Von der Kirche wendest du dich nach Westen auf die Straße Richtung Heidenheim. Hier gibt es einen schönen Fuß- und Radweg neben der Straße. Diesem folgst du vorbei am Ramenstein, einer Felsformation aus Schwämmen geformt. Wie? Das fragst du dich jetzt vielleicht?

Der Weg, auf dem du jetzt stehst, befand sich im Jurazeitalter am Grund eines flachen Ozeans, der von Korallen- und Schwammriffen durchsetzt war. So wie das Great Barrier Riff in Australien. Ein unglaublicher Gedanke. Die Felsformation, die du am Weg siehst, sind solche Riffe. In Heldenfingen kannst du übrigens die Riffkante anschauen. Dort siehst du, wo das Meer ans Ufer brandete. In Holzmaden findest du Fische und Saurier aus dieser Zeit in einem hübschen Museum.

Aber ich schweife ab. Zurück zu dem Wanderweg. Nach einer langen Linkskurve folgst du der roten Raute über die Bundesstraße und wanderst nun wieder bergauf hinein in den kühlen Wald. Nun kommst du auf den Schäferwanderweg, der mit einem blauen Schild gekennzeichnet ist. Achte auf die Wegweiser Richtung Schnaitheim. Ein schöner Wanderweg zweigt in den Wald nach Links ab, der zudem noch mit der roten Raute gekennzeichnet ist.

Nun gelangst du wieder Richtung Autobahn und diesmal führt dich der Weg über eine Brücke über die A7. Der Weg ist nun recht einfach, da es fast immer geradeaus geht. Die rote Raute führt dich weiter ins Lindetal und so gelangst du zu einer großen Hülbe im Wald. Dieses Naturdenkmal ist der größte Waldtümpel dieser Runde und das ist schon recht außergewöhnlich. Du läufst hier auf der Albhochfläche herum, die löchrig ist, wie ein Schwamm und trotzdem gibt es Quellen, Hülben und Weiher. Alles dank des Lehms, der hier überall einfach so rumliegt und den Boden bei Regen zu einer rechten Schlammpartie macht.

Von nun an geht es sanft bergab und der Forstweg mündet bald auf eine Asphaltstraße. Du wanderst nun weiter über Wacholderheiden zurück zum Auto. Du kommst auch am Staudamm Nattheimer Tal vorbei. Das ist eine Besonderheit der Gegend. Die Dämme wurden gebaut, um Heidenheim vor Hochwasser zu schützen. Durch die schneereichen Winter kam es früher oft durch die Schneeschmelze dazu oder bei größeren Unwetterereignissen im Sommer. Tja – von den weißen Wintern können wir heute nur noch träumen – aber die Unwetter nehmen zu. Also sind die Dämme vielleicht sogar in Zukunft wichtig.

Bald darauf bist du wieder beim Auto und hast eine schöne Runde über die Alb hinter dir.

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