Blautopf – Ruine Rusenschloss und Segelflieger

 Blautopf – Ruine Rusenschloss und Segelflieger

Heute geht es zu der bekanntesten Karstquelle der Schwäbischen Alb: Dem Blautopf.

Wissenwertes

Die Quelle der Blau liegt in Blaubeuren. Diese fließt durch das Blautal und mündet nach 22 km bei Ulm in die Donau. Der Blautopf ist die zweitwasserreichste Karstquelle Deutschlands. Als Karstquelle bezeichnet man eine Quelle, die Teil eines Karstsystems ist. Karst entsteht, wenn Wasser das Gestein im Untergrund auflöst und dadurch Höhlen, unterirdische Flüsse und Hohlräume entstehen.

Die Schwäbische Alb besteht aus Kalkstein und wird deshalb vom Regen sehr gut ausgehöhlt. Sie ist löchrig wie ein Schwamm und so bedeckt das Einzugsgebiet des Blautopfes ca. 160 km². Dieses System umfasst auch die Blautopfhöhle, die zu den größten Höhlensystemen der Schwäbischen Alb gehört. Zu erreichen ist sie leider nur durch den Blautopf selbst und das Tauchen dort ist sehr gefährlich und nur Forschern erlaubt. Die Höhle ist aber noch nicht fertig erforscht und vielleicht können wir sie ja in Zukunft irgendwann auch trocken Fußes besichtigen.

Bis dahin müssen wir uns mit dem Anblick des Blautopfes begnügen und können die Landschaft drumherum erkunden.

Die Wanderung

Die Wanderung beginnt am Bahnhof in Blaubeuren und so kannst du mit dem Auto oder Zug anreisen. Du folgst der Bahnlinie auf einem Fußweg Richtung Arnegg – Herrlingen. Du überquerst die noch junge Blau und biegst dann links in den Wald ab.

Jetzt geht es bergauf Richtung Ruine Rusenschloss. Von hier oben hast du einen schönen Blick Richtung Blautal. Hier gibt es auch einen kleinen Abstecher zu einer Grotte. Sie ist jedoch nicht so leicht zugänglich.

Du folgst nun weiter der roten Raute und dem Wegweiser Segelflugplatz. So gelangst du direkt zu einem Soldatendenkmal.

Am Ortsschild von Sonderbuch musst du dich rechts halten und dann gleich wieder links Richtung Segelflugplatz abbiegen. Hier bietet sich eine kleine Rast an, bevor es wieder bergab Richtung Blautopf geht.

Seine Farbe ist eigentlich kaum zu beschreiben. Es ist als blicktest du in ein türkisblaues Auge direkt hinab in Seele der Erde.

Dieser wunderschöne Ort wurde schon früh besiedelt und die Menschen im Mittelalter kannten und schätzten die Kraft des Wassers. So wurde schon 1744 eine Schleifmühle direkt am Quelltopf errichtet.

viagollas Extratipp

Wenn du Zeit hast, dann besichtige die Mühle. Es ist wirklich interessant, wie das Mühlrad durch hölzerne Umlenkrollen Hämmer im Innern antreibt. Nach etwas mehr als 2 h kannst du wieder am Auto sein oder du bummelst noch etwas durch Blaubeuren. Der Ort ist klein, aber hübsch und das eine oder andere Ausflugslokal bietet sich für eine Rast an.

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