Alcobaca – Kloster der 999 Mönche

 Alcobaca – Kloster der 999 Mönche

Die Stadt Alcobaca liegt 100 km nördlich von Lissabon. Sie hat eine hübsche Innenstadt – die Hauptattraktion ist jedoch das Kloster Mosteiro de Santa Maria de Alcobaca aus dem 12. Jahrhundert. Es zählt zu den eindrucksvollsten UNESCO-Weltkulturerben Portugals. In diesem Beitrag bekommst du alle wichtigen Informationen für deinen Besuch dort.

Mosteiro de Santa Maria de Alcobaca – die Geschichte

Nachdem Alfons I die Mauren 1153 besiegte, löste er mit dem Bau des Zisterzienserklosters ein Gelübde ein. Das Klostergut wurde eines der mächtigsten und reichsten des Landes. 999 Mönche lebten hier zu seiner Glanzzeit. Doch so enthaltsam, wie du dir das Klosterleben vorstellst, war es nicht. So berichtete z. B. William Beckford von „Dauerschlemmen, fetten Watschelmönchen und Ordensbrüdern mit liederlichem Blick“. 1834 wurde das religiöse Treiben mit der Auflösung des Ordens beendet.

Besucherinfos zum Mosteiro de Santa Maria de Alcobaca

Die aktuellen Besucherinformationen und Ticketpreise kannst du über die Internetseite des Klosters abrufen. Am besten prüfst du vor deinem Besuch die aktuellen Vorgaben und ob das Kloster überhaupt geöffnet hat.

Die Kirche – dein erster Blick in die Klosteranlage

Der erste Blick auf die Klosteranlage zeigt dir sofort die unterschiedlichen Bauepochen. Neben der Barockfassade erstreckt sich der einfache Klosterbau, was einen deutlichen Kontrast bildet. Hinter der Fassade befindet sich die Klosterkirche, die den Gotischen Ehrgeiz von Höhe mit der der zisterziensischen Nüchternheit verbindet.

Das Hauptschiff ist 106 m lang und nur 23 m breit und wird von mächtigen weißen Säulen getragen. Vorbild war die Französische Zisterzienserabtei Clairvaux. Du wirst sofort von diesem Traum in weiß gefangen sein.

Portugal - Alobaca
Die kühle Nüchternheit der Kirche mit seinem Traum in Weiß wird dich sofort verzaubern

Die aufwändig verzierten Sarkophage von Peter I von Portugal und Dona Ines de Castro in der Kirche zeigen wie wertvoll die Liebe auch für Könige war. Die Särge stehen Fuß an Fuß, so dass die Liebenden nur aufstehen müssten, um sich wieder in die Augen sehen zu können. Ist das nicht furchtbar romantisch?

Das Kloster Mosteiro de Santa Maria

Die Küche des Klosters wird von dem größten Kamin dominiert, den ich je gesehen habe. Vom Fluss Rio Alcoa wurde ein Kanal abgezweigt, der durch die Küche führte, um sie mit frischem Wasser zu versorgen. Fließend Wasser im Mittelalter!

Daneben befindet sich das riesige Refektorium – der Speisesaal – des Klosters. Stell dir 999 Mönche vor, die hier schweigend aßen, während von der kleinen Kanzel aus der Bibel vorgelesen wurde. Sie mussten den Saal durch eine enge Tür betreten. Wer nicht hindurch passte, musste fasten. Tja so einfach kann man auf die Figur seiner Mitbrüder achten.

Azulejo-Fliesen stellen die wichtigsten Aspekte der Klostergründung im Sala dos Reis (Königssaal) dar und auch Statuen fast aller Portugiesischer Könige säumen die Wände auf Sockeln. Im Claustro do Silencio (Kreuzgang der Ruhe) errichtete König Dionysius die unterste Ebene im 14. Jh. mit Bögen und kreisförmigem Maßwerk. Darüber findest du wieder Manuelinische Elemente im Obergeschoss aus dem 16. Jahrhundert. Der neueste Anbau, ein weiterer Hof mit Kreuzgang kann nicht besichtigt werden.

Möchtest du weitere portugiesische Koster besuchen?

Wenn du nun Interesse an weiteren Klöstern in Portugal hast, dann kann ich dir folgende empfehlen:

Batalha ist ein Wunder Manuelinischer Architektur und liegt nicht weit von Alcobaca entfernt. Um genau zu sein könntest du beide sogar an einem Tag anschauen. Einen Beitrag zu Bathalia habe ich natürlich ebenfalls geschrieben und ich freue mich auf deine Rückmeldung in den Kommentaren dazu.

Ein weiteres Kloster befindet sich in Lissabon und wenn du möchtest, dann schau dir meinen Artikel zu Lissabon an. Das Kloster ist in Belem und du solltest einen Tagesausflug in dieses Stadtviertel machen. Es ist wirklich toll dort.

Auf der Suche nach Insidertipps zu anderen Städten in Portugal?

Dann schau dir meinen Blogartikel zu Portugal an. Dort sind alle Blogartikel verlinkt, und zwar in der Reihenfolge, so wie ich die Orte besucht habe. Ich freue mich auch, wenn du dich in den Newsletter einträgst. Dann verpasst du nie wieder neue Blogartikel von mir – viagolla sagt Danke.

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