Parque Natural do Douro Internacional – „Unter Geiern“

 Parque Natural do Douro Internacional – „Unter Geiern“

Im Nationalpark Parque Natural do Douro Internacional fand ich endlich die unberührte Natur, die ich in den anderen Parks vermisst habe. Auf 120 km Länge begleitet er die Schlucht, die der Fluss Douro in die Landschaft gegraben hat. Wie schon im Beitrag Miranda do Douro beschrieben, haben hier seltene Vögel einen Zufluchtsort gefunden.

Geier in freier Natur genießen

Portugal - Parque Natural do Douro Internacional

Darunter sind die majestätischen Gänsegeier. Sie zählen zu den großen Altweltgeiern. Ihre Körperlänge beträgt bis 1,10 m und ihre Flügelspannweite bis 2,70 m. Mit bis zu 11.3 kg sind sie zudem recht schwere Vögel. Im Flug kannst du sie von Adlern durch ihre zweifarbigen Flügel unterscheiden und sie lassen beim Gleiten in der Thermik gern ihre Füße baumeln. Das sieht von unten betrachtet echt lässig und auch lustig aus. Einem Adler würde das aber nie einfallen. Der klappt seine Klauen immer schön unter den Schwanz beim Fliegen.

Portugal - Parque Natural do Douro Internacional

Außerdem fällt der helle – fast weiße Kopf auf. Den langen Hals falten sie beim Fliegen zusammen. Den kannst du nur im Sitzen sehen. Tja und sie haben mich die ganze Fahrt im Nationalpark begleitet. Vielleicht hatten sie den selben Weg oder die Thermik ließ keine andere Richtung zu. Wer weiß – es war in jedem Fall unglaublich schön und ergreifend, ihnen beim Fliegen zuzusehen. Als wären sie schwerelos und einfach nur da, um das Land und den Fluss zu bewachen.

Der Nationalpark

Von Miranda do Douro kommend wird die Landschaft immer flacher und mediterraner. Zunehmend wird sie auch bewirtschaftet und Olivenhaine wechseln mit Kastanienpflanzungen ab. Der Fluss hat zudem mehrere Staustufen.

6 Aussichtspunkte erlauben dir einen Blick in die Schlucht zu werfen. Von der Straße kannst du den Fluss leider nicht sehen. Diese Aussichtspunkte sind Penha das Torres (Paradela), Sao Joao das Arribas (Aldeia Nova), Fraga do Puio (Picote), Carrascalinho (Fornos), Penedo Durao (Poiares) und Santo Andre (Almofala). Der Name in Klammer bezeichnet immer den Ort in der Nähe. Lass dich nicht vom Navi beirren. Der Weg zu den Aussichtspunkten ist oft nicht eingezeichnet. Schau einfach nach den Straßenschildern, denn die Aussichtspunkte sind ausgeschildert. Der Weg ist aber nicht immer geteert – quasi off road!

Portugal - Parque Natural do Douro Internacional

Irgendwann führte mich dann die Straße N221 über zig Kurven hinunter auf das Flussniveau. Über eine schöne Brücke querte ich den Douro, der an dieser Stelle nach Westen Richtung Porto abbiegt. Hier markiert er nun nicht mehr die Grenze zu Spanien, wie noch ein Stück weiter nördlich. Leider sind immer wieder die Spuren von vergangenen Waldbränden zu sehen, denn Portugal ist stark durch Dürre vom Klimawandel betroffen.

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