• 23. April 2024

London City – das Herz der englischen Hauptstadt

 London City – das Herz der englischen Hauptstadt

Das Zentrum Londons ist die London City. Hier fand die erste Besiedelung der Stadt statt und du findest dort die absoluten London-Highlights: Im Tower of London wurden Könige und Königinnen geköpft, dort sind die Kronjuwelen ausgestellt und die Rabenvögel dort gelten als Glücksbringer. Die London Bridge ist das Wahrzeichen der Stadt und ich wette, dass jeder Besucher in London davon ein Foto macht. St. Pauls Cathedral ist in jedem Film über London als Stadtsilhouette zu sehen und steht hier schon seit 1.400 Jahren. Die Tempel Church ist natürlich ein MUSS für alle Dan Brown Fans.

Klasse – denkst du nun! Und wo bekomme ich die Tipps zum Besuch her?

Bei mir natürlich. Du musst nur weiterlesen.

London City – Tipps für deinen Besuch

London ist in verschiedene Stadtteile gegliedert und am Besten fangen fängst du zentral mit dem Stadtteil „City“ an. An den Einfallstraßen findest du einen Drachen, der das Wappen der City ist und ihre Grenze markiert.

Was kannst du in London City besuchen?

Mein nächster Online-Vortrag am 17.04.2024 um 18 Uhr führt dich dann auch nach London, Paris und Edinburgh – auf den Spuren von Dan Browns „Sakrileg“. Wenn du ihn kostenlos und live sehen möchtest, dann melde ich fix zum Newsletter an:



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Tower of London

Der Tower of London ist eine so große Anlage, dass du mindesten einen halben Tag für die Besichtigung einplanen solltest. Die gewaltige Burg mit ihren 22 Türmen diente im Lauf der Zeit als Palast, Sternwarte, Lagerhaus, Zoo und ist nun ein Besuchermagnet.

White Tower

London - London City
Der White Tower befindet sich im Inneren des Tower of London

Wilhelm der Eroberer begann als erster an der Festung zu bauen, indem er den White Tower errichten ließ. Ursprünglich hieß das 30 m Hohe Gebäude Tower of London, Heinrich III ließ ihn aber weiß streichen. Er steht in der Mitte der Anlage und beherbergt die Rüstungen und Waffen aus der Royal Armouries. Über zwei Stockwerke kannst du hier bestaunen, was an Rüstungen damals als schick galt. Ich kann mir jedoch nicht vorstellen, wie man damit kämpfen bzw. sich überhaupt vorwärts bewegen konnte.

Die Kapelle aus dem Jahr 1080 im 1. Stock des White Towers heißt St. John’s Chapel. Sie gilt als älteste erhaltene Kirche Londons und ist schlicht wie zu Normannischen Zeiten gehalten.

Waterloo Barracks und die Kronjuwelen

Gleich nördlich des Towers befindet sich die Waterloo Barracks, wo die Kronjuwelen aufbewahrt werden. Sie sollen 20 Mrd. Pfund wert sein und du kannst dir vorstellen, wie streng hier die Sicherheitsmaßnahmen sind. Bevor du die Juwelen bestaunen kannst, solltest du dir den Film über die Juwelen und die Krönung Elisabeths II von 1953 anschauen. Nicht nur Kronen sind mit riesigen Juwelen besetzt, sondern auch Zepter, Schilde und Reichsäpfel und andere Krönungsinsignien. Ein Laufband sorgt dafür, dass jeder einen guten Blick darauf hat und wenn du möchtest, kannst du dich ja mehrmals an dem Schatz vorbei fahren lassen, um ihn in Ruhe zu bestaunen. Fotografieren ist strengstens verboten!

Der Palast des Tower of London

Der Mittelalterliche Palast steht südlich des White Towers und entstand ab 1220 und war Sitz der Mittelalterlichen Monarchen. Sehenswert sind die Repliken der Schlafkammer von Eduard I (1272 -1307) und der Thronsaal seines Vaters Heinrich III. (1216-72) im Wakefield Tower. Dort gelangst du auch zum Bell Tower, von dem die Abendglocken geläutet werden.

Die Außenanlage des Tower of London

Das Traitors Gate befand sich früher direkt an der Themse und hier wurden die Gefangenen über den Fluss in den Tower gebracht. Gegenüber von diesem „Verrätertor“ befindet sich der Bloody Tower. Sein Name hat er von der Geschichte der „Prinzen im Turm“ erhalten. Eduard V und sein jüngerer Bruder wurden hier gefangen gehalten und ermordet, um ihre Ansprüche auf den Thron zu vereiteln. Ihr Onkel Heinrich III war vermutlich dafür verantwortlich.

7 Menschen starben hier bzw. wurden hingerichtet

Das ist aber leider nicht die einzige blutige Geschichte dieses Ortes, wie du vermutlich schon weißt. Auf dem Tower Green Scaffold Site wurden 7 Menschen geköpft, darunter drei Königinnen. Eine Skulptur von Brian Catling in Form eines Glaskissens markiert den Ort des Schreckens.

In der Chapel Royal of St. Peter as Vincula wurden die Ermordeten neben weiteren historischen Persönlichkeiten bestattet . Sie kann aber nur im Rahmen einer Führung oder eine Stunde nach Öffnung oder vor Schließung des Towers besichtigt werden.

Den East Wall Walk nicht vergessen

Auf dem East Wall Walk kannst du die mit Türmen versehene 36 m breite innere Mauer des Towers erklimmen und oben entlang spazieren. Es beginnt am Salt Tower aus dem 13. Jh., führt weiter zum Broad Arrow Tower und zum Constable Tower. In den beiden Türmen sind kleinere Ausstellungen untergebracht. Der Rundgang endet am Martin Tower, in dem ältere Krönungsinsignien zu sehen sind.

Yeomann Warder

Dir werden zudem mit Sicherheit die bunt gekleideten Führer auffallen. Das sind die Yeomann Warder. Sie bewachten London schon Ende des 15. Jh. und müssen heute mindestens 22 Jahre in der Britischen Armee gedient haben. Sie wohnen sogar im Tower. Nachts liegt ihre Hauptaufgabe darin, die Kronjuwelen zu bewachen, tagsüber sind sie Touristenführer.

Die Raben – Glücksbringer Englands

Eine weitere feste Institution des Towers sind seine Raben. Im Mittelalter lebten sie von den Leichen der geköpften Verräter und aus dem Fenster des Palastes geworfenen Essensresten. Es gibt die Legende, dass ein großes Unheil über England hereinbricht, sollten die Raben aus dem Tower verschwinden. Da man ja schließlich kein Risiko eingeht, leben heute immer 6 mit gestutzten Flügel im Tower, die gepflegt und gefüttert werden. Zum Glück müssen sie heute keine Leichen mehr Essen – bekommen aber mit Blut getränkte Kekse….

Tower Bridge

London - London City
Die Tower Bridge ist ein Besuchemagnet

Gleich neben dem Tower befindet sich das bekannteste Wahrzeichen Londons: Die Tower Bridge.

1894 wurde die dringend benötigte Flussüberquerung gebaut. Um den Schiffsverkehr nicht zu beeinträchtigen, wurde sie mit einem Hebemechanismus versehen. In nur 3 Minuten klappt die Fahrbahn komplett nach oben. Auch heute öffnet sie sich bis zu 1.000 Mal pro Jahr.

Das Innere der Brücke kannst mit der Tower Bridge Exhibition besichtigen. Du besichtigst dort den Maschinenraum und gelangst von dort nach oben in die 2. Etage. Hier genießt du den Blick auf die 42 m tiefer fließende Themse und die Stadt. Für alle Mutigen gibt es in den Boden eingelassene Glasplatten, über die man gehen kann.

Wenn die Brücke im Klappbetrieb ist, hat es hier wahre Menschenansammlungen. Falls du das Schauspiel erleben möchtest, musst du rechtzeitig einen Platz sichern. Für die Durchfahrt der Boote gibt es feste Zeiten, die du am Eingang erfragen kannst.

Wenn du dir den Eintritt sparen möchtest, kannst du auch einfach zu Fuß über die Brücke schlendern. Einen tollen Blick auf die Neugotischen Türme, die Themse und den Tower of London gibt es in jedem Fall.

St. Paul’s Cathedral

London - London City
Die Kuppel der St. Paul’s Cathedral mal aus einer anderen Perspektive

Die St. Paul’s Cathedral zählt zu den bekanntesten Gebäuden Londons und ist die fünfte Kirche an dieser Stelle. Die erste Kirche Londons wurde hier vor mehr als 1.400 Jahren errichtet.

So wie sie jetzt zu sehen ist, wurde sie 1711 fertig gestellt. Die Kuppel ist die zweitgrößte Kirchenkuppel nach dem Petersdom in Rom und wurde von Christopher Wren gebaut. Wenn du das nächste Mal Star Trek Teil 2 anschaust, dann wirst du erstaunt sein, ihre Silhouette zwischen den futuristischen Gebäuden zu entdecken.

Ihr doch nicht geringer Eintritt von 25 Pfund ist nicht im London-Pass enthalten. Dafür ist aber ein Audioguide im Preis mit drin, der dir die Besichtigung in deinem Tempo ermöglicht. Aktuelle Infos für deinen Besuch findest du auf der offiziellen Internetseite der St. Paul’s Cathedral.

Ich wollte erst das Innere anschauen, bevor ich die Kuppel erklomm, was sich auch im Nachhinein als sinnvoll erwies. Gleich zu Beginn war nämlich ein Alarm zu hören. Als ich nachfragte, wurde mir von einem Fehlalarm berichtet.

Der Innenraum der St. Paul’s Cathedral

So genoss ich den Barocken Innenraum, dessen Zentrum durch den Hochaltar und den Chor markiert wird. In der American Memorial Chapel wird zudem den 28.000 US-Bürgern gedacht, die im Zweiten Weltkrieg in Großbritannien ihr Leben ließen.

Als ich mit dem Innenraum fast fertig war, gab es wieder Alarm, den ich dann einfach ignorierte. Aber denkste, diesmal war es ein echter Feueralarm und alle mussten die Kirche räumen. Den Audioguide musste ich leider abgeben, sonst hätte ich ja wenigstens etwas zu tun gehabt, denn alle mussten fast 1 Stunde draußen warten, bis Entwarnung gegeben wurde. Zum Glück stellte sich heraus, dass nur ein Rauchmelder angesprochen hatte. Die Bilder der brennenden Notre Dame gab es damals noch nicht. Ich war trotzdem froh, dass ich mich nicht auf dem Weg zur Kuppel befunden hatte, denn die 528 Stufen haben es schon in sich.

Die Kuppel der St. Paul’s Cathedral ist die zweitgrößte Kirchenkuppel weltweit

Die höchste Plattform der Kuppel erreichst du über drei Etappen und dort bietet sich dir ein toller Blick von oben in und auf die Kirche und über London. Zudem enthüllt sie dir auch ihre Konstruktion, denn du läufst zwischen zwei Kuppeln nach oben. Die innere Kuppel trägt das Gewicht und die äußere ist quasi nur Dekoration. Der Weg führt an der Whispering Gallery vorbei, wo du die Akustik der Kuppel testen kannst, indem du zur Wand flüsterst und dein Gegenüber auf der anderen Kuppelseite dich verstehen kann.

Weitere 119 Stufen höher gelangst du zur Stone Gallery und nochmal 152 Eisenstufen bringen dich zur Golden Gallery.

85 m über dem Boden blickst du nun über die Dächer Londons, auf die Themse, Big Ben und Westminster Abbey. Über allem dreht das London Eye seine Runden und die roten Doppeldeckerbusse sind in den Straßen zu entdecken. Zudem steht die Kathedrale auf dem Ludgate Hill, einem von nur drei Hügeln der Stadt und so ist die Aussicht wirklich genial.

Gebäude die Autoteile schmelzen können?

Wenn du von hier oben Richtung Tower of London blickst, wird dir mit Sicherheit ein konkav gestalteter Wolkenkratzer im Finanzviertel ins Auge fallen. Das Walkie Talkie genannte Gebäude, hat vor Jahren Schlagzeilen gemacht, da es durch seine Krümmung die Sonnenstrahlen so reflektierte, dass an einem davor geparkten Jaguar Plastikteile schmolzen. Auch etliche andere Gegenstände fingen in seiner Nähe einfach an zu brennen. Seine Brandwirkung wurde jedoch entschärft, in dem das Gebäude einen Sonnenschutz bekam: Etliche Fester wurden mir Markisen versehen.

Die Krypta der St. Paul’s Cathedral

Vergiss auf dem Weg nach Draußen nicht, einen Blick in die Krypta zu werfen. Hier sind zum Beispiel der Duke of Wellington und Admiral Nelson begraben. Auch Christopher Wren fand hier seine letzte Ruhestätte und sein Name wird für immer mit der Stadt verbunden sein und auch mit Dan Brown – aber dazu kommen wir jetzt:


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Temple Church

Wenn ich schon von Kirchen berichte und Dan Brown bei der St. Paul’s Cathedral erwähne, dann schreibe ich gleich über die Temple Church an der Inner Temple Lane, die von der Fleet Street abzweigt. Diese Kirche ist natürlich ein muss für alle Fans des Romans oder Films „Sakrileg“. Der Zugang ist total versteckt und ohne das Buch hätte ich ihn wohl nicht entdeckt. Der Weg führt über eine Holztüre hinter die Häuserfront der Fleetstreet, wo die Kirche in einem kleinen Park steht. Ich hatte immer nach einer Gasse gesucht.

London - London City
Blick in die Temple Church – rechts und links findest du die begrabenen Ritter aus dem Film Sakrileg

Die Kirche

Die Kirche wurde von den Tempelrittern gebaut. Dieser Ritterorden wurde im 12 Jh. gegründet, um die Pilger nach Jerusalem zu schützen. Die Kirche besteht aus zwei Teilen. Die Rundkirche wurde nach dem Vorbild der Grabeskirche in Jerusalem gebaut und 1185 eingeweiht. Hier befinden sich auch die Steinstatuen der 9 Ritter aus dem 13. Jh., die eine Schlüsselszene im Roman „Sakrileg“ spielen. Anders als im Film sind jedoch heute manche mit Glaskästen vor den Besuchern geschützt. An der Innenfassade des Rundbaus findest du Darstellungen von Gesichtern, die alle möglichen Fratzen schneiden.

Magna Carta aus dem 13. Jahrhundert wird hier erklärt

Filmfans von Robin Hood mit Russel Crow interessiert bestimmt, das hier der echte William Marshal, 2. Earl of Pembroke, begraben liegt. Er sorgte dafür, dass die Magna Carta 1215 anerkannt wurde. Diese verbriefte die politische Unabhängigkeit des Adels gegenüber dem Englischen König. Informationen hierzu befinden sich an der Wand hinter seinem Grab.

Von der Rundkirche gelangst du nach oben in die 2. Etage. Schau dir nur die genial bunten Bodenfliesen an! Als ich dort war, gab es eine Gemäldeausstellung eines heimischen Künstlers. Der Blick in den Altarraum und auf die auf dem Boden liegenden Ritter lohnt in jedem Fall den Aufstieg, auch wenn keine Ausstellung stattfindet.

1240 wurde der Altarraum fertig gestellt, der das Zentrum der heutigen Kirche bildet. Leider wurden beide Teile im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt und dann wieder erneut aufgebaut.

viagolla Extratipp

Vor dem Besuch musst du dich nach den Öffnungszeiten erkundigen, da diese öfters variieren. Am Wochenende ist der Zugang nur vom Victoria Embankment möglich.


Fazit zu London City

In diesem Beitrag bist du nun hilfreiche Infos für deinen Besuch des Tower of London erhalten. Du konntest mit mir über die London Bridge schlendern und hast die außergewöhnlichen Kirchen St. Pauls Cathedral und Temple Church kennengelernt. Ich habe dir verraten, welche Wolkenkratzer Autos zum Schmelzen bringt und warum die Raben im Tower so wichtig sind.

Möchtest du nun weitere Artikel von mir lesen?

viagolla Reiseziele in London?

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London City ist auch für Frauen sicher, die allein unterwegs sind!

Hier kannst du übrigens als Frau auch super allein klarkommen. Die Briten sind sehr höfliche Menschen und selbst wenn du nicht so gut Englisch sprichst, sind sie sehr hilfsbereit.


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20.05.2020 um 0:42 Uhr

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2 Comments

  • Ihre London-Erfahrungen sind phantastisch präsentiert

    • Lieben Dank Irene.
      Ich reise so gerne und meine Erfahrungen sind viel zu wertvoll, als dass ich sie für mich behalten möchte.
      Oft wünschte ich, mir hätte jemand die Dinge gesagt und Tipps gegeben.
      Und besonders schön sind die Erfahrungen, die ich habe, wenn ich tolle Menschen unterwegs treffe.
      Das ist unbezahlbar.
      Danke nochmals für Ihre Rückmeldung. Es ist schön zu lesen, dass meine Beiträge gefallen.
      Herzliche Grüße
      Sonja

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