Docklands (London)

 Docklands (London)

Die Docklands befinden sie südlich des East Ends und es bietet sich fahrtechnisch an, beide Stadtteile nacheinander zu erkunden. Auch wenn das Gebiet heute nicht mehr den Eindruck vermittelt, so war hier doch vom 16. bis 20 Jh. das Zentrum des größten Hafens der Welt. 50.000 Dockarbeiter fanden im Hafen Arbeit und Handelsware aus dem gesamten Britischen Empire wurde dort umgeschlagen.

Im Zweiten Weltkrieg wurden die Docks stark durch Luftangriffe zerstört und mit dem Verfall des Britischen Empires wurden die Docks ab 1960 nach und nach geschlossen. In den 1980ern wurden neue Pläne für das Gebiet entwickelt und heute hat es die Finanzwelt und Medien für sich entdeckt. Neben Gebäuden verschiedener Banken befindet sich auch folgende Sehenswürdigkeiten:

Museum of London Docklands

London - Docklands (London)

Diesen Widerspruch von geschichtsträchtig und modern lässt sich am besten im Museum of London Docklands erkunden.

Im Museum of London Docklands durchstreifst du die Zeit vom Beginn der Römerzeit bis in die Gegenwart. Der Rundgang durch 2000 Jahre Geschichte beginnt im 3. Stock mit dem Römischen Londinium. Besonders interessant sind das Model der alten London Bridge sowie „Sailertown“. Hier kannst du auf Kopfsteinpflaster durch einen Nachbau des alten Hafenviertels schlendern und Kneipen und Wohnhäuser von außen und innen erkunden.

Es gibt zudem eine extra Ausstellung zum Zweiten Weltkrieg und dem Wandel nach Schließung vieler Hafengebäuden. Es ist wirklich ein Museum nach meinem Geschmack. Wenig Schaukästen, sondern Geschichte zum erleben und anfassen und ideal bei Londoner Regenwetter. Ich kam nämlich nach einem Besuch des Olympiaparks her, weil das Wetter eben nicht immer mitspielt.

Millwall und Mudchute Park

London - Docklands (London)

Wenn du nach dem Museum Lust auf einen Spaziergang hast, bieten sich die Parks Millwall und Mudchute hervorragend an. Sie befinden sich am Südzipfel an der Isle of Dogs und liegen so neben einander, dass es eigentlich wie ein Park wirkt. Es gibt auch eine Farm mitten auf dem Gelände, wo Alpakas neben Schafen friedlich grasen. Einfach ein Ort, um die Seele baumeln zu lassen. Hier verirrt sich kaum jemand her.

viagollas Extratipp

Noch weiter südlich in den Island Gardens hatte ich den den Greenwich Foot Tunnel aus dem Jahr 1902 entdeckt. Den kannte nicht einmal meine Freundin. Tja auch ich habe schon Orte bei mir zu Hause entdeckt, als ich mit Besuchern unterwegs war. Mein Tipp deshalb: Erkunde deinen Heimatort mal so, als ob du im Urlaub bist.

Der Tunnel ist nur für Fußgänger und Radfahrer zugänglich und führt unter der Themse nach Greenwich. Der Eingang ist anders, wie ich ihn mir vorgestellt hatte. Halte nach einem runden Gebäude mit einer Metallkuppel Ausschau. Ein Treppenhaus im Innern führt dich dann hinab auf Tunnelniveau.

Emirates Air Line

London - Docklands (London)

Die eleganteste Art von den Docklands nach Greenwich zu gelangen, ermöglicht Londons neuestes Verkehrsmittel. Die Emirates Air Line ist eine Gondelanlage, die in luftiger Höhe die Themse überquert. Sie wurde 2012 zu den Olympischen Spielen gebaut, aber ich glaube, dass sie nicht wirklich gut genutzt wird. Zumindest war bei mit fast nichts los.

An der höchste Stelle ist sie 90 m hoch und sie ist 1.103 m lang. Du hast also eine geniale Aussicht und genügend Zeit sie auch zu genießen. Du kannst so weit die Themse entlang blicken, dass sogar die Fluttore zu sehen sind. Diese sollen die Stadt vor dem steigenden Meeresspielgel und Sturmfluten schützen. Tja leider treffen die großen Städte bereits Vorsorge für den Klimawandel.

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