Lagos – Portugals „12 Apostel“

 Lagos – Portugals „12 Apostel“

Die Umgebung von Lagos bzw. Bilder der dortigen Grotten waren der Grund für meine Reise nach Portugal. Ein Teil der Küste sieht wie Abschnitte der Great Ocean Road in Australien aus. Die 12 Apostel sind der bekannteste Teil dieser Straße. Du kannst dir sicher vorstellen, dass ich ganz aufgeregt war, nun endlich her zu kommen. Und ich muss sagen: Ich wurde nicht enttäuscht.

Wissenswertes

Lagos wurde von Phöniziern und Griechen gegründet, die hier einen Hafen an der Mündung des Rio Bensafrim errichteten. 1241 wurden die Mauren vertrieben und danach starteten hier Entdeckungsfahrten nach Afrika und der Handel mit Elfenbein, Gold und Sklaven machte die Stadt reich. 1444 kam die Stadt zu dem zweifelhaften Ruhm, die ersten schwarzen Afrikaner als Sklaven an Europäer verkauft zu haben.

Lagos war zwischen 1576 und 1755 die Hauptstadt der Algarve. Dann machte sie das große Erdbeben von 1755 fast dem Erdboden gleich. Heute ist Lagos ein hübscher Touristenort mit einem tollen Jachthafen und malerischen Plätzen. Die Altstadt wird von einer Stadtmauer umgeben und es gibt Strände, Kirchen und Nachtleben zu erkunden.

Hier meine Tipps:

Grotten

Portugal - Lagos

Wie schon gesagt, interessierten mich die Grotten am meisten. Am Besten kannst du sie vom Meer sehen und es gibt so viele Touranbieter im Yachthafen, dass es zugeht wie auf dem Jahrmarkt. Ein Ticketstand neben dem anderen preist sein Angebot an. Schau einfach, wer dir am sympathischsten ist. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es große Unterschiede gibt.

Mit einem kleinen Motorboot fährst du dann die Küste entlang und sogar zum Teil in die kleinen Grotten hinein. Manche von ihnen sind nach oben offen. Was soll ich schreiben? Das Meer hat hier kleine Inseln aus der Küste herausgearbeitet, mit phantastischen Formen und Höhlen. Der Stein strahlt golden im Sonnenlicht und das Meer ist leuchtend Türkisfarben. Einfach nur schön und so magisch, dass mir die Worte fehlen.

Ich habe die Tour abends gemacht und konnte die Stimmung mit diesem warmen Abendlicht einfangen. Ich denke, dass es morgens fast noch besser ist, wenn die Sonne vom Meer die Sandsteine erstrahlen lässt.

Kap Ponta da Piedade

Portugal - Lagos

Am Kap Ponta da Piedade (Spitze des Erbarmens) gibt es einen Leuchtturm. Du kannst hier die Küste entlang von Lagos kommend auf einem Trampelpfad entlang laufen. Der Weg ist über 3 km lang und du solltest mindestens 1 h einfach für den Weg rechnen. Die Inseln kannst du nun von oben bewundern. Die Grotten sind nur vom Wasser aus zu sehen. Das letzte Wegstück ist aber nicht sehr schön, da er die Straße entlang führt. Am Kap selber gibt es eine Steintreppe nach unten und eine wunderschön bizarre Bucht.

Igreja de Santa Maria

Portugal - Lagos

Die Kirche Igreja de Santa Maria wurde im 15. und 16. Jh. gebaut und lohnt einen Blick. Du wirst sehen, wie anders die Kirche im Gegensatz zu den anderen in Portugal ausschaut. Das kommt daher, dass sie nach einem Brand im 19. Jh. fast komplett neu renoviert werden musste.

Delfinsafari

Portugal - Lagos

Da ich eine Wasserratte bin, habe ich hier natürlich auch eine Delfinsafari gemacht. Es gibt hier zwei Delfinarten, die beobachtet werden können. Eine ist der große Tümmler, den du bestimmt von den Flipperfilmen kennst. Er ist grau und kann bis zu 4 m lang werden.

Die 2. Art, die hier heimisch ist, ist der Gemeine Delfin. Mit seinen max. 2,40 m Länge ist er viel kleiner und verspielter als der Tümmler. Er ist gut zu erkennen, da er an der Oberseite dunkelgrau ist und einen weißen Bauch besitzt. Diese Zweifarbigkeit ist sehr deutlich auch im Wasser zu erkennen, da sie bis zum Kopf reicht.

Da ich manchmal ein Glückskind bin, habe ich beide während einer Tour gesehen. Die Tümmler waren beim Fressen und wir haben nach 20 min. maximaler Beobachtungsdauer wieder abgedreht. Die strengen Regeln finde ich gut, denn du willst die Tiere ja nicht stören und auch anderen Naturbegeisterten in Zukunft einen ungestörten Blick auf die Tiere erlauben.

Auf der Rückfahrt haben wir eine Gruppe Gemeine Delfine entdeckt oder besser gesagt, sie haben uns gefunden, den sie waren in Spiellaune. Wir haben extra angehalten, obwohl wir schon weit über der vorgesehenen Tourzeit lagen. Das finde ich großartig. Natur kann man ja nicht planen und wenn die Touranbieter so flexibel sind, die Zeit auch mal zu überziehen, kannst du dich auch mal mit einem größeren Trinkgeld bedanken. Das ist nämlich nicht selbstverständlich.

Also was wollten die Delfine von uns?

Unsere Wellen natürlich. Sie sind begeisterte Surfer und lieben es, entweder am Bug mit dem Schiff um die Wette zu schwimmen oder hinter uns in den Wellen zu spielen und springen. Ein unglaublich ergebendes Gefühl, sie einfach so unter Wasser zu sehen und so nah, dass du ihren Atem hörst.

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