• 23. April 2024

East Side Gallery – 100 gute Gründe für einen Besuch

 East Side Gallery – 100 gute Gründe für einen Besuch

Bist du auf der Suche nach Mauerresten in Berlin? Dann empfehle ich dir die East Side Gallery, denn sie ist das am längsten noch erhaltene Teilstück der Berliner Mauer. Zudem ist sie eine Freilichtgalerie mit 100 Gemälden unter freiem Himmel kostenlos zugänglich. Sie bietet dir einen Blick in die Vergangenheit und die Bilder sind immer noch so aktuell wie damals – leider. Sie handeln von Freiheit, Ungerechtigkeit und dem Wunsch nach einer besseren Welt.

Aber vielleicht sollte ich an dieser Stelle erst noch etwas zur Geschichte der Mauer schreiben.


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28 Jahre geteiltes Berlin

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Deutschland unter den vier Siegermächten aufgeteilt. Dasselbe geschah auch mit der Deutschen Hauptstadt Berlin. In den Jahren, die folgten, kam es zu immer größeren Differenzen der sogenannten „Westmächte“ und der kommunistischen Sowjetunion. Dieser „Kalte Krieg“ hatte viele Auswüchse und sogar die Mondlandung ist ein Teil davon.

Der Sowjetische Teil Deutschlands wurde 1949 zur Deutschen Demokratischen Republik kurz DDR erklärt. Dieser neue Staat führte auf Betreiben der Sowjetunion ein diktatorisches Regime ein.

Die Westmächte förderten in ihrem Teil den Wiederaufbau Deutschlands und so wurde ebenfalls 1949 die Bundesrepublik Deutschland BRD mit dem Grundgesetz als vorläufige Verfassung gegründet.

Zum Höhepunkt des Kalten Krieges wurde eine Grenzanlage von der DDR zum Westdeutschen Teil errichtet. Diese auch „Todesstreifen“ genannte innerdeutsche Grenze führte auch in Berlin zu einer Teilung der Stadt.

Am 13. August 1961 wurde mit dem Mauerbau begonnen, der die Stadt bis zum 9. November 1989 spaltete. Familien wurden auseinander gerissen und du kennst bestimmt die herzzerreißenden Fernsehbilder, wie Menschen zu Beginn des Mauerbaus versuchen, sie zu überqueren.

Mehr zu diesem Thema findest du in meinem Beitrag zum Mauermuseum.

Wo findest du die East Side Gallery?

Aber um diese Geschichte geht es heute nicht, sondern um die eigentliche Mauer und das, was von ihr noch übrig ist.

Die hier beschriebene Mauer findest du in Berlin-Friedrichshain. Die eigentliche Grenze war hier das Ufer des Flusses Spree. Die Reste der Mauer stammen somit von der Hinterlandmauer.

East Side Gallery Berlin Deutschland
Nicht nur „Betonköpfe“ sind hier verewigt

118 Künstler haben sich durch die East Side Gallery verewigt

Im Frühjahr 1990 nach der Öffnung der Berliner Mauer wurden 118 Künstler aus 21 Ländern eingeladen, hier ein Mauerteilstück zu gestalten. Auf einer Länge von 1.316 Metern entstand eine unglaubliche Galerie, die die politische Veränderung der Jahre 1989 /90 festgehalten hat.

Diese „East Side Gallery“ genannte Mauer ist frei zugänglich und wirklich einen Blick wert. Auf mehr als 100 Gemälden haben die Künstler die Euphorie und den Optimismus der Ära in einer Mischung aus politischen Leitsätzen und künstlerischen Visionen festgehalten.

Nimm dir genügend Zeit, um die Darstellungen zu betrachten und auf dich wirken zu lassen. Denke an die Zeit in der diese Bilder entstanden und du wirst überrascht und geschockt sein, wie aktuell manche der Themen immer noch sind. Leider.

Manchmal denke ich, dass wir in den 30 Jahren nach dem Mauerfall und dem Ende des Kalten Krieges nicht viel gelernt haben.

Wenn du mehr zu den einzelnen Künsteln lesen möchtest oder sogar Infos zu dem Film über den Mauerfall bekommen möchtest, dann schau doch einfach auf der offiziellen Internetseite zur „East Side Gallery“ nach.

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2 Comments

  • Hallo Sonja, Dein Bericht hat mir besonders gut gefallen. Wenn ich das nächste Mal in Berlin bin werde ich mir sicher dieses Stück Geschichte ansehen. Danke für den tollen Tipp. Liebe Grüße l.

    • Danke Iris,
      vielleicht schaffen wir es ja mal wieder gemeinsam nach Berlin. Den Beitrag über das Schloss Charlottenburg verdanke ich schließlich dir 🙂
      Ich würde mich freuen.
      Sonja

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