Sinsheim – Technikmuseum

 Sinsheim – Technikmuseum

Falls du schon einmal auf der Autobahn A6 an Sinsheim vorbei gefahren bist, hast du bestimmt schon einmal die Concorde auf dem Dach des Museums gesehen. Sie ist so auf dem Dach positioniert, als wolle sie dort starten und losfliegen. Immer, wenn ich vorbei fuhr, dachte ich, da muss ich mal hin.

Sinsheim liegt auf dem Weg von mir nach Mannheim und so war klar, das hier ist mein erster Stopp meines Kurzurlaubs. Das Museum ist so groß, dass ich den ganzen Tag dafür einplante. Museum strengt mich immer besonders an, denn Stehen, Lesen, weitergehen, Staunen, Begreifen und Lernen ist sehr ermüdend. Außerdem mag ich es nicht, zu hetzen. So lange wie es dauert, dauert es eben. Bin ich früher fertig, kann ich ja noch etwas anderes anschauen, faul sein oder die Unterkunft genießen.

Vielleicht denkst du jetzt aber auch – Museum – gähn – Technik – doppelgähn. Was hältst du davon, in einer alten Tupolev herumzulaufen und festzustellen, dass die Russen, noch vor dem Westen die Schallmauer durchbrachen und die Concorde echt klein neben diesem Flugzeug wirkt? Ich liebe Museen, wo man die Dinge nicht nur in Vitrinen sehen kann, sondern hineingehen, hindurchgehen, sie berühren und betrachten kann.

Das Museum ist riesig. Auf 50.000 m² Ausstellungsfläche befinden sich über 3.000 Exponate.

Es hat etliche Flugzeuge auf den Hallendächern, in die du hinein gehen kannst. Klasse ist dort der Blick ins Cockpit. Die sind mit den Dingern echt geflogen!!! Ich bin sofort als erstes aufs Dach, um die Flieger zu sehen, gegen der Rundgangempfehlung. Halten sich nämlich alle daran, dann sind alle irgendwann zur gleichen Zeit auf dem Dach. Es sind nur begrenzte Personen in den Fliegern erlaubt und entsprechend sind hier die Warteeinrichtungen gestaltet. Gitter in Schlangenform, um den Andrang zu kanalisieren. Ich konnte ohne warten in jeden Flieger.

In den Hallen sieht man weitere 60 Flugzeuge an den Decken hängen. 300 Oldtimer, 40 Rennwagen, 200 Motorräder, 150 Traktoren, 27 Lokomotiven, Dampfmaschinen, Panzer und und und….. Du siehst, es gibt sehr viel zu entdecken und mein Plan für den Tag ging auf. Ich benötige zwischendrin immer mal wieder eine Pause und so nehme ich mir auch immer Getränke und Snacks mit. So muss ich nicht extra schauen, ob im Museum ein Shop oder Restaurant vorhanden ist.

Besonders interessant für mich waren die Fotos, vom Transport der Concorde und der Tupolev, die mit abgetrennten Flügeln auf Schiffen angeliefert wurden, um am Schluss mit einer Autobahnsperrung aufs Dach gehoben zu werden. Ein DeLorien – dem Auto, dass in „Zurück in die Zukunft,“ die Zeitmaschine war, findest du ebenfalls. Das Formel-1-Auto von Michael Schuhmacher ist zu sehen und die umgebaute Ente, die bei amerikanischen Dragstern-Rennen fuhr. Für Musikliebhaber gibt es auch umgebaute Orgeln.

Für alle Autofans gibt es auf der Internetseite https://sinsheim.technik-museum.de die Termine, an denen die Schätzchen einen Ausflug auf die Straße machen dürfen. Viele Autos sind nämlich Leihgaben von Privatpersonen, die ihre Autos bei verschiedenen Gelegenheiten auf der Straße bei Rennläufen präsentieren.

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