Rosenstein – Höhlentour – Heubach

 Rosenstein – Höhlentour – Heubach

Die Tour um Heubach zählt wahrscheinlich zu den spektakulärsten, die man auf der Ostalb machen kann. Und es ist die einzige Tour, die ich schon im Sommer und mit Schnee gelaufen bin. Beides hat seinen Reiz. Wobei im Winter gute Schuhe und Stöcke besonders wichtig sind. Das Stück von der Ruine Rosenstein nach Heubach war damals übel vereist. Im Sommer ist die Tour genial, da sie fast nur im kühlen Wald verläuft – super für heiße Tage. Zumal auch die Höhlen eine Abkühlung versprechen.

Ich parke immer am Wanderparkplatz „Stock“ an der L1162 bevor es nach Heubach den Berg runter geht, da es für mich fahrtechnisch besser liegt. Die Tour dauert über 4 h und beinhaltet 420 Höhenmeter.

Vom Parkplatz wanderst du fast gerade aus Richtung Utzenberg. Dieses Stück ist nicht so interessant, da es einfach entlang einem Forstweg in den Wald geht. Du kommst an einem Festplatz vorbei und an einer tollen Kreuzung von der sternförmig die Wanderwege abgehen. Hier hat es Bänke und du kannst hier kurz rasten. Du bist ja schon 45 min. unterwegs.

Hier stehen seit Kurzem auch Schilder mit Wanderkarten und ein Geopfad wurde errichtet. Das macht die Orientierung viel einfacher als früher. Beim ersten Mal habe ich mich dort schön verlaufen, bevor ich die Höhlen fand.

Der rote Dreiblock führt dich zum Finsteren Loch. Diese 133 m lange Höhle war schon in der Bronzezeit von Menschen besucht und da auch du ein Besucher bist, hält das bis heute an. Durch ein Gitter ist die Höhle im Sommer zugänglich. Im Winter dient sie dem Fledermausschutz.

Dem Trauf entlang geht es nun weiter zur Großen Scheuer. Diese Höhle ist nur 44 m lang, hat aber zwei riesige Öffnungen, die viel Licht ins Innere lassen. Die Ursache ist ein Bergsturz schon zu prähistorischen Zeiten an der Nordkante des Rosensteins. So gingen die vorderen Teile der Höhle verloren, macht sie heute aber umso spektakulärer.

Der Weg zu beiden Höhlen ist steil und bei Nässe sehr rutschig. Besucher müssen gut zu Fuß sein. Aber auch für alle, die nicht zu den Höhlen können, bietet der Rundweg fantastische Ausblicke ins Umland und immer wieder hat es Bänke an schönen Stellen. Du kannst noch zwei weitere Höhlen besuchen: Die Pliksburggrotten und das Kleine Dampfloch.

Die Waldschenke bietet sich ebenfalls für eine Rast an, denn danach geht es zum höchsten Punkt des Rosensteins und weiter zur Ruine Rosenstein. Die Burg stammt aus dem 13. Jh. und wurde durch ihre Spornlage und durch einen Graben geschützt. Eine Eisenbrücke führt dich darüber und durch frühere Fester kannst du von der Burgruine den Blick über Heubach schweifen lassen. Die Wand mit den Fensteröffnungen ist leider fast das einzige was von dem Gebäude übrig geblieben ist. Die Lage war für die Burg genial. Freier Blick in alle Richtungen.

Unterhalb der Ruine liegt die Höhle Kleine Scheuer. Nun führt dich der Wanderweg direkt nach Heubach bergab. Pass bei Nässe und Eis auf. Der Weg kann sehr rutschig sein.

In Heubach folgst du den Wegweisern nach Beuren und biegst dann in das Wiesental ab. Hier folgst du einem kleinen Bachlauf bergan weiter in das Kerbtal. Der Wasserfall Teufelsklinge ist ebenfalls angeschrieben. Der Wasserfall speist den Teufelsbach und ist nicht so wie man sich einen Wasserfall vorstellt. Das Wasser dringt eher flächig aus dem Gestein und stürzt dann ins Tal. Als ich im Winter dort war, musste ich den Weg zum Wasserfall abbrechen, da er komplett vereist war. Auch im Sommer musst du aufpassen. Der Weg ist nur ein Pfad mit rutschigen nassen Steinen.

Die Route geht mit der roten Raute gekennzeichnet weiter Richtung Kitzinghöfen. Du musst aber aufpassen, wenn ein Abzweig mit dem roten Dreiblock kommt. Hier läufst du Richtung Rosenstein.

Mir ist es schon passiert, dass ich zu weit gelaufen bin und einen großen Umweg gehen musste. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass mir das an dieser Stelle schon zum zweiten Mal passiert ist. Nur im Winter bin ich zu früh abgebogen und durfte dann querfeldein durch den Wald im hohen Schnee zum Auto zurück laufen.

Tja ein bisschen Abenteuer gehört auch dazu. Ich glaube, die nächste Tour probiere ich mal in Gegenrichtung aus.

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