Reisen ab 50 – was verändert sich?

Reisen ab 50 – viagolla - Reisetipps

Mein erster Beitrag für das Jahr 2024 widmet sich dem Thema älter werden und reisen. Das ist ein Thema, dass ich bisher gar nicht betrachtet habe und deshalb starte ich mit diesem Beitrag ins neue Jahr. In diesem Sinn noch „gesundes neues Jahr für dich„. Im letzten Urlaub habe ich nämlich festgestellt, dass sich doch einiges bei mir verändert hat und wie ich bzw. du damit umgehen kannst, betrachten wir nun genauer:

Ich denke, das Alter bzw. älter werden ist etwas, das uns alle betrifft, aber doch immer noch ein Tabuthema ist. Vor allem bei uns Frauen ändert sich der Körper so extrem, dass wir einfach auch mal zugeben müssen, dass nicht alles so klappt wie früher und wir uns durchaus mehr Pausen gönnen sollten.

Der erste Schritt ist jedoch wie immer, dass wir uns selbst gegenüber ehrlich sind und einfach mal in uns hinein hören. Denn unser Körper ist schon so clever, dass er uns mitteilt, was er benötigt. Wir haben nur leider oft genug verlernt, auf ihn zu hören.

In meinem Blogbeitrag gehe ich deshalb darauf ein, wie sich die 50 bei mir auswirken und wie ich damit umgehe. Meine Tipps und Tricks habe ich hier für dich zusammen gefasst:

Bangkok - Reisen ab 50 – viagolla - Reisetipps
Alt werden heißt nicht, auf tolle Urlaube zu verzichten – sondern nur besser zu planen

Das erwartet dich heute in meinem Beitrag zum Reisen ab 50 Jahre:


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Anpassung der Reisevorlieben – was sich bei mir die letzten Jahre verändert hat

Wenn ich auf meine ersten Reisen zurückblicke, dann kann ich diese unter dem Motto „Schlafen kann ich zuhause“ zusammen fassen. Mir war keine Party zu lang, kein Weg zu weit und kein Abenteuer zu aufregend. Das hat sich jedoch schon weit vor meinem 50igsten Geburtstag verändert. Ich habe angefangen, mehr auf meinen Körper zu achten. Die Partys wichen gemütlichen Abenden und Abenteuer hat sich immer mehr mit Kultur vermischt. Wobei ich zugebe, dass ich schon immer Kultur und Wissen in meinen Urlauben liebte. Ich erinnere mich, wie mich eine Kommilitonin im Studium fragte, woher ich die ganzen Geschichten kannte, als ich von Australien (meinem Auslandssemester) zurück kam. Damals las ich schon jedes Fitzelchen Papier und saugte jede Info wie ein Schwamm auf.

Das hat sich also nicht sehr verändert. Nur, dass ich mir die Infos jetzt nicht mehr so gut merken kann. Aber ich lese immer noch alle Infotafeln und Beschreibungen vor Ort sehr gern. Mir fällt zudem immer mehr auf, dass ich jetzt einfach mehr ältere Reisende treffe, denn auch diese schauen sich Museen, Tempel, Kirchen und Schlösser an. Ich selber ziehe mittlerweile jedes Museum einer Party vor.

Coaching – Frauen allein unterwegs – viagolla - Reisetipps
Ich gehöre zwar nicht mehr zu den Partypeoplen, aber ich habe trotzdem in Irland gelernt, wie man ein Guinness korrekt einschenkt

Wenn ich morgens einen frühen Start habe, dann verzichte ich gern auf lange Abende und liebe es, zeitig ins Bett zu gehen. Früher habe ich schon mal eine Nacht durchgemacht, wenn der Flug früh morgens ging – heute undenkbar.

Aktivurlaub oder doch eher Relaxen ab 50?

Früher war ich zudem den kompletten Urlaub aktiv. Jeder Tag musste mit Besichtigungen und Neuem voll sein und mal einen Wellnesstag einzuplanen, ging überhaupt nicht. So gibt es jetzt bei meiner Urlaubsplanung immer wieder Entspannungstage und das hilft mir auch den Urlaub richtig zu genießen und nicht irgendwann mit schmerzenden Füßen oder Rücken keine Lust mehr zu haben.

Allerdings überwiegt bei mir immer noch der Anteil an Aktivurlauben. Ich merke immer mehr, dass ich verschieden Tätigkeiten nicht mehr machen kann und möchte diese in meinen Urlauben noch genießen, so lange es geht.

So habe ich z. B. 2023 meine Skier verkauft, weil mir schon nach kurzer Zeit die Knie beim Fahren schmerzten. Dasselbe gilt für lange Wanderungen. Mittlerweile schaue ich mir die Touren sehr genau an und wenn zu viele Höhenmeter enthalten sind, lasse ich sie lieber. Wanderungen in den Alpen mache ich schon 10 Jahre nicht mehr. Ich liebe die kurzen Wandertouren hier auf der Schwäbischen Alb.

Auf der anderen Seite tut mir alles mögliche weh, wenn ich nichts tue. Ich kann also nicht tagelang herumsitzen, weil ich dann Rückenschmerzen bekomme. Also schaue ich immer, dass ich in meiner Freizeit, bei Tagesausflügen und bei Reisen immer eine gute Balance an Aktivitäten und Ruhephasen einbaue. Und das klappt auch, wenn ich jeden Tag unterwegs bin. Denn dann lege ich die Pausen in den Tagesablauf hinein und das führt oft dazu, dass ich nachmittags einfach früh in die Unterkunft zurück gehe und gemütlich die Füße hochlege und dann einfach mal faul bin.

Außerdem schaue ich im Urlaub, dass ich immer genügend Schlaf bekomme und ins Bett gehe, wenn ich müde bin. Es ist einfach herrlich, sich nach einem interessanten und erlebnisreichen Tag ins Bett zu kuscheln, Musik zu hören und einzuschlafen, weil du körperlich kaputt bist und nicht müde vom Stress der Arbeit.

Coaching – Frauen allein unterwegs – viagolla - Reisetipps
Du bist noch nie geritten? Im Urlaub ist das oft super einfach. Probiere es doch einmal, solange du noch fit genug bist, aufs Pferd zu steigen.

Gruppenreisen helfen ohne großen Aufwand zu Reisen

Gruppenreisen sind hier auch eine schöne Abwechslung. Es ist einfach entspannend, sich nicht um alles selber kümmern zu müssen. Allerdings muss es dann schon eine Reise sein, die meinen Ansprüchen genügt. So war ich zum Beispiel die letzten Jahre auf Safari in Afrika oder mit einer Bustour in Kanada und Irland unterwegs. Also mehr aktiv wie gemütlich, wie das Bild beim Reiten in Banff – Kanada zeigt.

Zusammengefasst haben sich meine Vorlieben wie folgt jetzt im Alter geändert:

Mein Fazit zu veränderten Vorlieben ist, dass du im Urlaub und auf Reisen bewusst auf deinen Körper hören solltest. Trotz deines Wunsches viel Neues zu entdecken, solltest du dir auch einfach mal Ruhepausen gönnen. Mache nur das, auf was du wirklich Lust hast und nicht das, was du vielleicht früher so gemacht hast oder meinst machen zu müssen. Was „man“ macht, wird mir sowieso immer unwichtiger, je älter ich werde. Es ist schließlich mein Urlaub. Da mache ich das, worauf ich Lust habe!

Falls du nicht alles selber organisieren möchtest, dann gönne dir einfach eine organisierte Reise, die deine Wunschziele so gut wie möglich abdeckt und dir einen schönen Urlaub verspricht.

Gesundheitliche Aspekte – mit 50 kommt das eine oder andere Zipperlein

Einen wichtigen Teil habe ich schon bei der Anpassung der Reisevorlieben genannt: Höre auf deinen Körper und mute ihm nur das zu, was geht und was dich nicht überfordert.

Freunde haben immer gesagt, mit 50 fängt es an und ich habe sie immer belächelt. Aber ich muss gestehen, dass sie Recht hatten. Meine Güte – morgens krabble ich manchmal steif aus dem Bett, dass ich das Gefühl habe, ich muss erst einmal durch die Wohnung laufen, bis alle Gelenke wieder geschmeidig sind.

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Picknick im Dschungel – Pausen sind wichtig

Zudem war ich früher immer ein Langschläfer. Ich hasste es, morgens geweckt zu werden und ich habe es im Studium sogar einmal geschafft, eine Mittagsvorlesung zu verschlafen (ok – das war nach dem U2-Konzert – aber immerhin – ich war zu spät). Oh je – davon kann ich jetzt nur träumen. Ich wache immer schön früh auf und das auch im Urlaub. Das hat natürlich auch den Vorteil, dass ich immer zeitig unterwegs sein kann. Hat aber auch den Nachteil, dass ich abends schnell müde bin. Deshalb ist es besonders wichtig, dass du bei deiner Reiseplanung auf diese Aspekte achtest:

Wie lang ist der Flug – kannst du so lange sitzen? Wie kommst du mit Zeitverschiebung zurecht? (vielleicht einen Stopp-Over einplanen – wenn du weit fliegst – das ist auch bei Jetlack hilfreich und plane immer mindestens einen Ruhetag zum Eingewöhnen am Beginn der Reise ein).

Verträgst du Hitze oder Kälte am Urlaubsort? Wenn nicht, wie kannst du reagieren (z. B. mit entsprechende Kleidung oder einem Urlaubsziel, dass zu dir passt)? Du magst gar nicht fliegen? Dann suche dir Reiseziele in der Nähe. Du gehst gern in Museen und liebst Architektur? Dann suche dir eine Stadt als Reiseziel? Klar soweit?

Schau, dass du fit in deinen Urlaub fährst

Ganz wichtig ist aber in jedem Fall die körperliche Fitness im Allgemeinen und vor allem im Urlaub. Vor der Reise solltest du deshalb schauen, dass du körperlich fit genug bist, um deinen Urlaub in vollen Zügen zu genießen. Du musst nicht gleich einen Jahresvertrag im Fitnessstudio abschließen. Schau doch einfach, dass du viel Spazieren gehst, wenn du einen aktiven Urlaub planst. Mache wenn möglich kleine Tageswanderungen an deinen Wochenenden vor dem Urlaub oder radle ein bisschen mehr für deine Kondition. Du wirst sehen, dass sich das spätestens im Urlaub bemerkbar macht und wenn du fit bist, macht vieles einfach mehr Freude.

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Herrlich – den Abend auf der Terrasse im Hotel genießen

Liebe geht durch den Magen – aber nicht nur das!

Auch deine Ernährung vor und während der Reise kann hier eine Rolle spielen. Schau, dass du dich vor der Reise ausgewogen ernährst, denn das ist bei mir immer das erste, was ich im Urlaub oft nicht aufrecht halten kann. Wenn ich unterwegs bin, dann kann es schon mal sein, das Fastfood eine Rolle spielt oder ich oft nur eine Brotzeit während den Wanderungen mache. Im Urlaub nehme ich grundsätzlich ab, weil ich doch sehr viel aktiver als zuhause bin. Deshalb schaue ich auch, dass ich – wenn möglich – keine Mahlzeiten auslasse. Das ist für dich vielleicht auch ganz wichtig. Falls du jedoch abnehmen möchtest, dann lass einfach das Frühstück weg. Dann hast du mehr vom Tag und sparst morgens jede Menge Zeit.

Obst und Gemüse sind wichtig. Im Urlaub solltest du aber schauen, ob das Trinkwasser in Ordnung ist und dann nur gekochtes oder geschältes Essen bevorzugen. Ich hatte schon zur genügend Reisedurchfall – das musst du nicht haben – glaub mir.

Krank auf Reisen – so kannst du es vermeiden

Da wir schon bei Reisekrankheiten sind: Ein Arztbesuch vor jeder Reise sollte selbstverständlich sein. Dieser sollte neben deinem allgemeinen Gesundheitszustand vor allem deinen Impfstatus prüfen. Viele denken immer an Malaria oder so was bei Reisekrankheiten. Jedoch solltest du die Standardimpfungen, die für Deutschland empfohlen sind, in jedem Fall haben, wenn du in Urlaub gehst. Das ist ganz unabhängig vom Reiseland wichtig, denn im Urlaub möchtest du bestimmt nicht zu irgendeinem Arzt gehen und dich gegen Tetanus, Zecken oder Polio impfen lassen. Nach Corona ist es zudem sinnvoll, mit dem Arzt deine Risikoklasse zu checken und evtl. auch hier eine Impfung machen lassen. Denn lieber zu Hause nach der Impfung ein bisschen schlapp sein, als im Urlaub krank werden oder krank zurück kommen.

Tromsö Schlittenhundefahrt - viagolla
Schon mal selber einen Hundeschlitten gelenkt? Nein – ich verrate dir: Es ist unglaublich!

Gesundheitsfazit:

Das Fazit hier ist also ganz einfach auf den Punkt gebracht: Eine gute Reisevorbereitung ist ab 50 wichtiger als in jungen Jahren. Wobei ich auch jüngeren Reisenden zum Arztbesuch rate. Ich treffe auf Reisen immer wieder junge Leute, die das Thema Gesundheit so unbedarft angehen, dass es schon fast ans Fahrlässige grenzt.

Finanzielles – wie gehst du mit Geld im Urlaub um?

Auch der Umgang mit Geld im Urlaub ändert sich bei mir, je älter ich werde. Früher habe ich in Hostels übernachtet, habe die billigste Fahrmöglichkeit genommen und auch beim Flug möglichst auf Schnäppchen geachtet. Heute lege ich Wert auf schöne Unterkünfte, die auch günstig sein können. Sie müssen ein bequemes Bett haben, sauber sein und ruhig liegen. Das ist mir sogar wichtiger als ein eigenes Badezimmer. Bei Fahrmöglichkeiten steht mittlerweile der Faktor Zeit und Komfort an erster Stelle. Ich zahle lieber mehr für einen Flug, der ohne Stopp zu vernünftigen Zeiten geht. Ich nehme jetzt auch lieber ein Taxi vom Flughafen, anstatt mühsam mit dem Bus zu fahren. Wenn es möglich ist, benutze ich im Ausland öffentliche Verkehrsmittel und da ziehe ich den Zug vor Bussen vor. Das ist oft bequemer und meistens auch sicherer.

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Die Lady bekommt die von mir bezahlte Solarleuchte – jetzt hat sie endlich elektrisches Licht im Haus

Im Urlaub beobachte ich zudem auch, dass sich ältere Urlauber doch mehr gönnen, als die Jüngeren. Bei mir ist es so, dass ich jetzt oft denke, wer weiß, ob ich hier nochmal her komme und wenn ich mir das jetzt nicht anschaue, wann dann? Oder ich gönne mir öfters Wellnessangebote wie Massagen oder mache einen teuren Ausflug. Den Flug mit dem Hubschrauber über die Victoriafälle, die Fahrt zu den Nordlichtern oder die Hundeschlittentour, bei der ich selber einen Hundeschlitten lenken konnte, waren alles andere als billig. Aber das, was ich dort erlebt habe, nimmt mir niemand mehr und die Erinnerungen sind einzigartig und unvergesslich.

Zudem ist mir jetzt auch wichtig, dass ich im Urlaubsland etwas positives mit meinem Geld bewirke. So habe ich im letzten Urlaub einer alten Lady eine Solarleuchte gekauft, weil sie in einem Dorf ohne Strom lebte. Oder ich habe einen Nachmittag mit Elefanten verbracht, ohne sie zu reiten. Den Reiten mit dem furchtbaren Holzgestell ist für sie sehr schmerzhaft. Die Touristen helfen somit, dass sie weder als Reittier oder als Holzarbeiter schuften müssen und ein halbwegs normales Leben genießen dürfen. Wir hatten jede Menge Spaß und die Zeit mit diesen sanften Riesen wird mir sehr lange in Erinnerung bleiben.

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Im Urlaub mit deinem Geld etwas Gutes bewirken – was gibt es Schöneres?

Urlaub ist Zeit für dich und dein Hobby – sparen kannst du wieder zu Hause

Somit fällt hier mein Fazit zu Geld im Urlaub auch recht einfach aus: Gönne dir etwas Besonderes auf Reisen. Du weißt nie, ob und wann du wieder dazu die Gelegenheit bekommst. Gesundheitlich kann sich im Alter ganz schnell etwas verändern und du wirst dich dann ewig ärgern, wenn du deine Träume nicht verwirklicht hast. Zudem gehe ich davon aus, dass du mit 50 finanziell aus dem gröbsten raus bist und es dann wirklich schade wäre, wenn du immer nur an andere denkst, anstatt dich selbst mal in den Mittelpunkt zu stellen.

Wenn es passt, dann schau, dass du im Urlaub etwas Positives bewirkst. Das kann ganz einfach sein, in dem du Stifte einer Schule mitbringst oder Geld vor Ort spendest. Das macht so unglaublich glücklich – probiere es doch mal aus.

Soziales Umfeld im Urlaub – auf Reisen bin ich nie allein

Viele denken, dass sie allein sind, wenn sie allein in Urlaub gehen. Das stimmt definitiv nicht. Ich gehe schon über 10 Jahr allein in Urlaub und genial ist, dass ich überall Menschen treffe, mit denen ich mich sehr nett unterhalten kann. Das sind Menschen auf der Straße, bei Touren vor Ort oder Einheimische in Hotels, Geschäften oder Touren. Ich bin schon mit wildfremden Paaren lachend in Restaurants gesessen, habe mit jungen Männern über das Leben philosophiert oder habe mit anderen Frauen, die allein unterwegs waren, Reisetipps und Reiseerlebnisse ausgetauscht.

Coaching – Frauen allein unterwegs – viagolla - Reisetipps
Du wirst überrascht sein, welche besonderen Menschen du treffen wirst

Im Urlaub habe ich mehr soziale Kontakte, wie im Alltag zu Hause. Und das macht einfach riesigen Spaß. So habe ich im letzten Urlaub z. B. Russen, Amerikaner, Polen, Engländern, Deutschen, Schweizern, Italienern und Franzosen getroffen. Dabei ist es vollkommen egal, wie die aktuelle Weltpolitik ausschaut oder wer gegen wen Krieg führt. Wer aus der EU ausgetreten ist und wer nicht so toll englisch spricht. Wir sind alle Traveller. Uns verbindet die Neugierde, neue Orte zu entdecken und Neues zu erleben. Wir respektieren uns und andere Meinungen. Das ist das Schönste, was du auf Reisen erleben kannst.

Im Urlaub bin ich nie Einsam oder allein

Das Thema Soziales ist aber nicht nur bei Alleinreisenden ein Thema. Auch Paare und Freunde profitieren vom Austausch während eines Urlaubs. Ich habe gehört, das Beste für das Gehirn ist es, wenn du dich jeden Tag mit einem Fremden unterhältst. Du musst dich auf diesen Menschen einstellen und lernst so in jedem Fall neue Ansichten, Denkweisen und andere Nationalitäten kennen.

Zuhause ist das nicht so einfach. Aber mal ehrlich. Im Urlaub kannst du locker mit 10 fremden Personen pro Tag sprechen – ohne dich überhaupt anstrengen zu müssen. Perfektes Gehirnjogging ohne teure Bücher oder Anleitungen. Ein wahrer Jungbrunnen für den Geist.

Schön ist in der jetzigen Zeit auch die Möglichkeit, mit all diesen Menschen in Kontakt zu bleiben, wenn Freundschaften entstehen. Früher schrieb man sich ein paar mal Briefe – aber es schlief dann doch immer nach einer Weile ein.

Ich bin mir auch oft selber genug und brauche nicht immer Bespaßung von anderen Menschen

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Neben Nordlichtern und Schlittenhundefahrt habe ich in Norwegen Rentiere gefüttert

Je älter ich werde, je mehr schätze ich dieses Gemeinschaftsgefühl auf Reisen. Aber je älter ich werde, je mehr kann ich auch mit mir allein sein. Ich brauche nicht immer Menschen um mich herum, um schöne Momente zu teilen oder glücklich zu sein. Das ist meiner Meinung nach das Beste am Älterwerden: Nicht immer jemand um sich herum zu benötigen.

Sei offen für die Menschen, die dir unterwegs begegnen

Sei also offen für neue Begegnungen und scheue dich nicht, an Aktivitäten vor Ort teilzunehmen. Nur so kannst du einzigartige und bereichernde Erfahrungen auf Reisen machen.

Reisen als Teil der persönlichen Weiterentwicklung – ich liebe Informationen

Den wichtigste Punkt habe ich bis zum Schluss aufgehoben. Allerdings ist dieses Thema in jedem Alter bedeutend: Reisen ist Teil der persönlichen Weiterentwicklung.

Ab 50 wird diese Weiterentwicklung jedoch noch einmal wichtig, da bei vielen Menschen ab 50 ein neuer Lebensabschnitt beginnt. Oft sind die Kinder aus dem Haus. Freizeit rückt wieder mehr in den Vordergrund. Körperlich sind wir nicht mehr so leistungsfähig wie früher.

Überlege, was du noch alles erleben / sehen möchtest – irgendwann ist es vielleicht zu spät

Ich sehe deshalb das Reisen ab 50 Jahren als Chance nicht nur zur persönlichen Weiterentwicklung sondern als wichtigen Teil zur Selbstreflektion. Was macht dir Freude, was möchtest du in jedem Fall noch sehen und erleben? Was traust du dir zu? Das ist für dich persönlich enorm wichtig, aber auch in einer Beziehung.

Wenn du etwas unbedingt machen möchtest und dein Partner nicht, dann mache es lieber allein, als es der anderen Person still vorzuwerfen und so die Partnerschaft zu gefährden.

Die Reflexion und das Nachdenken über das eigene Leben, sind nicht immer angenehm und auch ich habe oft Momente, wo ich lieber nicht nachdenken möchte. Dabei kommen bei mir oft Gedankten hoch, wo ich das eine oder andere im Leben hätte anders machen sollen. Das bringt mich und auch dich nicht weiter. Das Vergangene ist vorbei und die Reflexion soll nur dazu dienen, dir Klarheit zu verschaffen, was für die Zukunft wichtig ist und soll dich nicht runter ziehen.

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Hollywood ist ein Traum von dir? Dann warte nicht zu lang und verwirkliche ihn!

Probiere doch einfach Neues im Urlaub aus – dort ist es oft viel einfacher als zuhause

Aber nur die Reflexion hilft dir zu entscheiden, worauf du jetzt und in Zukunft deinen Fokus legen möchtest und was du anders machen kannst. Das Reisen ist dafür die ideale Gelegenheit, vor allem auch um Neues auszuprobieren. Deine Reiseerfahrung wird auch deinen Alltag verändern. Das habe ich bei meinen Kursteilnehmerinnen in meinem Reise-Mentoring immer wieder erfahren. Sie haben durch das Ausprobieren von Neuem mehr Selbstbewusstsein bekommen und dadurch hat sich auch ihr Alltag und ihre Denkweise verändert.

Du wirst sehen, wie du die neue Perspektive nutzen kannst, um deine eigene Komfortzone zu erweitern und du dadurch neue Fähigkeiten entwickelst.

Lass uns das alles noch einmal zusammenfassen:

Die körperlichen Veränderungen führen zu geändertem Bedürfnissen. Dein Körper benötigt mehr Pausen und deine Urlaube werden mit Sicherheit eine ganze Ecke gemütlicher, wenn du älter wirst. Um dem Gerecht zu werden, ist eine gute Vorausplanung wichtig.

Einen Gesundheitscheck vor der Reise mit integrierter Impfberatung kann ich jedem empfehlen – ganz unabhängig vom Alter.

Um im Urlaub aktiv zu sein, solltest du schon zuhause regelmäßig ein kleines „Workout“ davor machen. So macht dein Aktivurlaub dir Freude und verhindert, dass du im Urlaub die Lust verlierst oder du dich und deinen Körper überforderst. Achte auch im Urlaub und davor auf gesunde Ernährung. Das hilft dir auch beim Fitnessprogramm.

Coaching – Frauen allein unterwegs – viagolla - Reisetipps
In Namibia machte ich eine Gruppenreise und hatte wunderschöne Erlebnisse mit meinen Mitreisenden und den Menschen vor Ort

Urlaub ist Zeit für dich – gönne dir also auch etwas Schönes

Gönne dir etwas im Urlaub. Wer weiß, wie lang deine Gesundheit mitmacht und du irgendwann vielleicht das eine oder andere nicht mehr machen kannst.

Du bist der wichtigste Mensch in deinem Leben – fange an, dich auch so zu behandeln.

Du bist wichtig – aber genieße auch die Zeit mit anderen Menschen

Genieße den Kontakt mit anderen Reisenden. Es ist so leicht, im Urlaub und auf Reisen mit anderen Menschen ins Gespräch zu kommen. Du wirst sehen, diese Momente sind oft lustiger und bleiben länger in Erinnerung, als das tolle Foto an der nächsten Sehenswürdigkeit.

Nutze die Gelegenheit im Urlaub auch mal zu Reflexion. Wir hetzen so oft durch den Alltag von einem Meeting zum nächsten. Von einem Wochenende zum andern. Von einem „du musst“ zum nächsten: Du musst gar nichts und im Urlaub schon zweimal nicht! Mach das, was dir Freude bereitet. Und alles andere lässt du im Urlaub bleiben. Urlaub ist kein Wettbewerb. Genieße ihn – und du wirst sehen, wie er dein Leben nachhaltig verändert.


Wie ist deine Erfahrung mit dem Älterwerden und deinen Reisen? Ich freue mich darüber in den Kommentaren zu lesen. Ich werde in jedem Fall antworten – versprochen.

Tromsö Nordlichter
In meinem Vortrag verrate ich dir, wie auch du Nordlichter sehen kannst

Lust auf meine Erfahrung mit Nordlichtern? Im Januar 2024 ist dies mein erster Online-Vortrag!

Oben haben ich über meinen nicht ganz „so günstigen“ Ausflug zu den Nordlichtern geschrieben. Falls du mehr zu meinem Abenteuer mit den Nordlichtern und den Schlittenhunden erfahren möchtest, dann komm doch zu meinem Online-Vortrag, den ich am 24.01.2024 um 18 Uhr halten werde. Du kannst kostenlos dazu kommen, wenn du dich für meinen Newsletter anmeldest. Da der Vortrag live ist, hast du natürlich auch die Möglichkeit Fragen zu stellen.

Wenn du möchtest, dann schau auch auf Facebook, LinkedIn, Instagram und Pinterest vorbei. Dort poste ich regelmäßig Beiträge.

6 Antworten

  1. Liebe Sonja,
    ich kann Deine Schilderungen so gut nachvollziehen – bin ja auch ähnlich alt wie Du 😉
    Meine Reisevorlieben haben sich auch geändert: früher haben mich zum Beispiel Großstädte total fasziniert, heute bin ich lieber in der Natur unterwegs. Letztes Jahr war ich nach 30 Jahren wieder in Kalifornien und fand Los Angeles einfach total erschlagend, während mir die Nationalparks sehr gut gefallen haben. Damals war es umgekehrt.
    Ich fahre immer noch total gerne Ski und das Wandern habe ich jetzt erst entdeckt – hätte ich früher langweilig gefunden :-)).
    Hoffen wir also, dass wir noch lange gesund und aktiv unterwegs sein können.
    Liebe Grüße,
    Sabine

    1. Liebe Sabine,
      es ist schon faszinierend, wie sehr wir uns verändern und es eigentlich gar nicht wahrnehmen bis wir mal richtig darauf achten. Ich bin übrigens auch ein totaler Naturliebhaber und in jedem Reiseführer schaue ich immer zuerst nach den Infos über Nationalparks.
      Wandern habe ich über meinen Ex kennen gelernt, aber durch Knieprobleme habe ich die Wanderungen in den Alpen aufgegeben. Dafür habe ich die Wanderungen in die Umgebung zu schätzen gelernt. Die sind nicht so anstrengend. Mittlerweile gibt es viele Themenwege und Wanderwege bei uns auf der Schwäbischen Alb. Als ich anfing, musste ich noch regelrecht nach Wanderinfos suchen. Das ist für mich so ein kleiner Urlaub im Alltag und ich liebe die Infos, die ich über meine Heimat auf diesen Wanderungen erfahre.
      Ich schließe mich deinem Wunsch an und hoffe, dass wir noch lange unser Leidenschaft des Reisens aktiv und gesund nachgehen können 🙂
      Liebe Grüße
      Sonja

  2. Ich werde dieses Jahr 40 – aber nach deinem Artikel bin ich offenbar schon Post-50 😀

    Tatsächlich kommt mir vieles bekannt vor. Dass ich heute mir mehr gönne im Urlaub liegt natürlich auch daran, dass ich einfach mehr habe. Hätte ich das nicht, würde ich wsl aber weniger reisen – und mehr aufs Geld schauen dabei. Aber so genieße ich es, einfach auch gut essen zu gehen und das auch schon mal alleine. Egal… Und auch die Hotels sollen bitte schön recht zentral liegen – gerade bei Städtereisen. Ich liebe es, am Tag einfach mal für ein Stündchen nach Hause zurückkehren zu können.
    Dafür zahle ich dann auch gerne ein bisschen mehr.

    Andererseits war ich schon immer eher für Kultur statt Party zu haben. Schon in meinen 20ern bin ich mit einer Freundin durch Rom gelatscht, um uns jede der Pilgerkirchen anzuschauen, während im Hostel jede Nacht eine Party stieg. Aber wir waren um 21 Uhr im Bett und früh gings wieder los … ich erinnere mich auch noch, wie mich meine Mitschülerinnen auf der Abi-Fahrt in die Toskana ganz schrecklich fanden, weil ich die einzige war, die sich ernsthaft für all die Museen und Kirchen interessierte.
    Und auch Gruppenreisen habe ich schon gemacht um die 30.

    Eine Sache, die mir durchaus auffällt: Dass ich heute weniger Menschen auf Reisen kennen lerne als früher. Das ist nicht wirklich geplant. Aber irgendwie bleibe ich oft mehr für mich, wenn ich unterwegs bin.

    Insgesamt würde ich sagen, das was du beschreibst, ist gar nicht mal spezifisch „nach 50“, sondern einfach „wenn man älter wird“. Die Grenzen sind da sicher nicht fix 😉

    Liebe Grüße,
    Ilona

    1. Liebe Ilona,

      ich gebe zu, dass sich bei mir die meisten Änderungen bei mir auch schleichend über Jahre und sogar Jahrzehnte eingestellt haben.

      Was jedoch ab 50 extrem dazu kommt sind die körperlichen Faktoren. Ich bin mir sicher, dass das bei uns Frauen sehr stark mit den Wechseljahren und der Hormonumstellung zusammen hängt.
      Erst die letzten Jahre wache ich alle paar Stunden Nachts ohne Grund auf und selbst im Urlaub bin ich schon um 6 Uhr wach.

      Letztes Jahr musste ich kleine Wanderungen abbrechen, weil ich massive Schmerzen in den Knien, Hüfte oder sonst was bekam.
      Vielleicht hätte ich das in dem Beitrag noch mehr hervorheben sollen, aber ich möchte ja niemand vor dem Älterwerden Angst machen. 😉

      Mich freut es trotzdem, dass auch du dich angesprochen gefühlt hast. Mir fällt auch immer mehr auf, dass ich nicht mehr so leicht Menschen unterwegs kennen lerne.
      Die Jungen reden nicht mit mir, weil sie mich für zu alt halten und die Älteren reden oft nicht viel.

      Deshalb bin ich ein totaler Fan davon, jeden anzusprechen und ich hatte im letzten Urlaub wirklich sehr lustige und schöne Gespräche mit allen Altersgruppen, Nationalitäten und Geschlecht.
      Ich gehe deshalb auch ungern in Hotels. Die sind für meinen Geschmack oft zu anonym und für mich als Soloreisende oft auch eine Spur zu teuer.
      Zum Glück gibt es ja tolle Alternativen und ich probiere immer noch gern Neues aus.

      Liebe Grüße
      Sonja

  3. Ich weiß nicht, ob es dir recht ist, wenn ich nochmal kommentiere, zumal sich deine Beiträge hauptsächlich an Frauen richten. Bei Männern ist das womöglich anders (?) Du kannst das hier gerne löschen, wenn es nicht paßt. Also ich werde nächsten Monat 59 und fühle mich, als könnte ich Bäume ausreißen (und das mache ich im Urlaub im übertragenen Sinne auch). Lange Flüge, alleine und auf eigene Faust Peking erkunden, 9 Stunden ohne Pause durch New York laufen, im Elbsandsteingebirge die Häntzschelstiege hochklettern, die 311 Stufen der Wendeltreppe im „Monument to the Great Fire of London“ ohne Pause in einem Stück hochlaufen – alles kein Problem. Das macht sogar Spaß, und ich denke, daß das Alter zunächst nur eine Zahl mit begrenzter Aussagekraft ist. Andere Leute, die auch Ende 50 sind, sagen, ich sähe aus wie Mitte 30. Die Sache ist nur die: Leute, die wirklich Mitte 30 sind, sagen, ich sähe tatsächlich so alt aus wie ich bin, haha. Das holt einen dann auf den Boden der Tatsachen zurück.

    1. Lieber Constantin,

      gerne lasse ich deinen Kommentar stehen – es ist schön, das hier meine Leser ihre Meinung schreiben.
      Ich bin im letzten Urlaub auch über 20 km quer durch Bangkok gelaufen – bei 38 ° C.
      Das geht immer noch 🙂 – aber früher bin ich danach abends noch zur Party gegangen und heute gehe ich lieber ins Hotel.

      Ich finde auch, dass man sich nichts durch das Alter verbieten sollte oder es sogar als Ausrede zu nutzen, wenn man faul sein möchte.
      Sei doch froh, dass dich die Leute jünger einschätzen. Das machen sie bei mir übrigens auch immer und wenn ich sage, dass ich schon über 50 bin, dann sind immer alle völlig überrascht.

      Mit meinem Beitrag wollte ich Hilfe geben, dass man trotz des Alters seinen Urlaub und seine Reise genießen kann und was man evtl. beachten sollte.

      Für alle passt es eh nie und das ist auch nicht mein Anspruch – wenn meine Leser darüber nachdenken, dann habe ich doch schon etwas erreicht und nachdem so viel unterschiedliche Rückmeldungen kommen, habe ich mein Ziel ja offensichtlich erreicht. 🙂

      Danke für dein ehrliches Feedback und lass dir von den 30jährigen nicht die Laune verderben. Wer weiß, wie die ausschauen, wenn sie in deinem Alter sind.

      Viele Grüße
      Sonja

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