Das Steiff-Museum

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Wissenswertes
Das Museum
viagollas Spezialtipp

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Der Name Steiff sagt dir vielleicht nichts, aber Teddybären kennst du bestimmt. Aber weißt du auch, dass sie von einer außergewöhnlichen Frau erfunden wurden? Margarete Steiff! Dies ist ihre Geschichte:

Margarete wurde am 24. Juli 1847 in Giengen an der Brenz geboren. Mit 18 Monaten erkrankte sie an Kinderlähmung und danach waren ihre Beine gelähmt und sie konnte den rechten Arm nur unter Schmerzen belasten. Als lebenslustiges Mädchen gab sie aber nicht auf. Mit einem Leiterwagen wurde sie von Geschwistern und Nachbarkindern zur Schule gezogen und von einer Frau, die in Schulnähe wohnte, in die Klasse getragen.

Sie machte eine Ausbildung in der Nähschule, trotz der Schmerzen in der rechten Hand und wurde mit 17 Jahren Schneiderin. Ihre beiden älteren Schwestern hatten eine Schneiderei, in der sie mitarbeitete und als beide Jahre später den Ort verließen, machte sie allein weiter.

1874 baute der Vater das Elternhaus um und ein Arbeitszimmer ermöglichte es Margarete sich 1877 selbständig zu machen. Mit dem ersten selbstverdienten Geld hatte sie eine Nähmaschine gekauft. Da sie das Schwungrad nicht mit der rechten Hand bedienen konnte, drehte sie die Nähmaschine einfach um. 1879 sah sie das Schnittmuster für einen kleinen Elefanten, der als Nadelkissen dienen sollte. Die kleinen Stofftiere verkaufen sich bald aber als Kinderspielzeug.

1880 wird die Margarete Steiff GmbH gegründet und neben dem „Elefentle“ gibt es weitere Stofftiere. 1902 wird der Teddybär erfunden. Ein Neffe von Margarete entwickelt einen Bären, dessen Arme und Beine beweglich sind. Diese Weltneuheit schafft den Durchbruch mit einer Bestellung von 3.000 Bären aus den USA. Und so kommt er auch zu seinem Namen: Er ist nach dem US-Amerikanischen Präsidenten Theodore „Teddy“ Roosevelt benannt. In Amerikanischen Karikaturen wurde dieser nämlich immer als Bär dargestellt.

Diese zauberhafte Geschichte und noch vieles mehr findest du im Steiff-Museum in Giengen. Steiff ist heute noch bekannt für sein hochwertiges Kinderspielzeug und seine lebensechten Darstellung der Tiere. Das Markenzeichen von Steiff ist ein Knopf im Ohr der Stofftiere.

Das Museum

Der Weg zum Museum ist leicht zu finden, denn es ist gut ausgeschildert. Ein großer Parkplatz befindet sich direkt beim Museum. Der Bahnhof in Giengen liegt 3 Gehminuten entfernt. Du musst nur den roten Bärentatzen folgen

Im Museum startest du mit einer kleinen Vorführung über die Geschichte von Margarete und fährst dann mit einem Aufzug in das oberste Stockwerk.

Hier befindet sich die Erlebniswelt und mit Knopf und Frieda gehst du auf die Suche nach 3.000 verschollenen Teddybären. Dort schließt sich dann der historische Bereich an, der die Geschichte von Steiff mit vielen historischen Ausstellungsstücken erzählt. In der Schaufertigung erfährst du, wie die Stofftiere traditionell gefertigt werden.

Im Steiff Streichelzoo gibt es fantastische Großtiere zu bewundern, die in Originalgröße gefertigt wurden. Mit der Steiff Schlangenrutsche kannst du den Weg zwischen den Stockwerken abkürzen. Sie ist das erste begehbare Steiff Tier der Welt. Sie ist 15 m lang.

Den Schluss bildet natürlich ein riesiger Verkaufsraum, wo für jede Preisklasse etwas dabei ist. Außerhalb des Museums befindet sich ein Lokal, das nach dem Besuch zu einem gemütlichen Ausklang einlädt.

viagollas Spezialtipp

Und vergiss die Toilette nicht. Selbst, wenn du sie nicht benutzen musst, solltest du in deren Richtung gehen. Da befindet sich nämlich eine Wand mit Fotos von Prominenten, die hier ein Steiff-Tier erworben haben. Karl Lagerfeld hat sogar einen eigenen Bär. Limitierte Edition natürlich.

Und für alle Fußballfans noch eine Info: Der 1. FC Heidenheim ist der einzige Fußballverein, der ein Steiff-Tier als Maskottchen hat. Paule ist natürlich ein Bär – was sonst.
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