Schweiz mit kleinem Budget – als Soloreisende – geht das wirklich? Mein Selbstversuch

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„Die Schweiz? Das kannst du dir doch nicht leisten.“

Diesen Satz habe ich mehr als einmal gehört, als ich erzählt habe, dass ich allein durch die Schweiz reisen möchte. Und ehrlich gesagt – ein kleines bisschen hat er mich auch selbst beschäftigt. Die Schweiz gilt als eines der teuersten Länder Europas. Kaffee für 5 Franken, Hotelzimmer jenseits der 150 Euro, Bergbahn-Tickets, die sich anfühlen wie ein Kurzurlaub für sich.

Aber ich bin Reisementorin. Und ich weiß aus über 30 Jahren Erfahrung: Es ist fast immer die Planung, die den Unterschied macht – nicht das Reiseziel.

Also habe ich es einfach ausprobiert. Allein, mit einem klaren Budget im Kopf und jeder Menge Vorfreude im Gepäck. Eine Rundreise 3 Wochen lang durch mehrere Orte – Seen, Berge, kleine Städte – und die feste Absicht, nicht in die typischen Touristenfallen zu tappen.

Was ich dabei gelernt habe? Dass die Schweiz tatsächlich bezahlbar sein kann – wenn man weiß, wie. Nicht mit Verzicht. Nicht mit billigen Kompromissen. Sondern mit den richtigen Entscheidungen zur richtigen Zeit.

In diesem Beitrag teile ich meine ehrlichen Erfahrungen aus diesem Selbstversuch – mit allen Überraschungen, den Momenten wo ich gedacht habe „das war jetzt teuer“ und den Tipps, die mir wirklich geholfen haben.

Vielleicht inspiriert es dich, die Schweiz endlich auch von deiner Reiseliste zu streichen – im besten Sinne.

Die Kapellbrücke und den zugehörigen Wasserturm in Luzern sind ein beliebtes Fotomotiv der Schweiz

Das erwartet dich hier in meinem Beitrag über das Budget-Reisen in der Schweiz:

1 · Anreise

2 · Unterkunft

3 · Essen & Trinken

4 · Fortbewegung vor Ort

5 · Aktivitäten & Sehenswürdigkeiten

6 · Reisezeit & Planung

FAZIT · Mein ehrliches Urteil

Lust auf deinen eigenen Schweiz-Moment – oder ein ganz anderes Ziel?

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Ich war mit meinem eigenen Auto in der Schweiz – bis aus die Parkplatzsuche immer easy und sehr schön

1 · Anreise

Mit dem Auto in die Schweiz – meine erste gute Entscheidung

Meine Reise begann schon zu Hause – im wörtlichen Sinne. Denn ich bin mit dem Auto gefahren, und das war rückblickend eine der besten Entscheidungen der ganzen Reise.

Warum? Weil ich direkt einen Kofferraum voller Vorräte mitnehmen konnte. Nudeln, Frühstückssachen, Snacks für unterwegs – alles zu deutschen Preisen eingekauft. In einem Land, wo selbst ein einfaches Sandwich im Supermarkt schnell 5 bis 6 Franken kostet, ist das kein unwichtiges Detail. Wer mit dem Flugzeug anreist, steht in der Schweiz am ersten Tag direkt vor dem ersten Kostenpunkt.

Der zweite große Vorteil: Freiheit. Ich mag es, spontan zu reisen. Keine starr vorgebuchten Unterkünfte, kein fester Fahrplan. Mit dem Auto konnte ich dahin fahren, wo ich gerade hinwollte – auch in kleine Orte und abgelegene Ecken, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln schlicht nicht erreichbar sind. Genau dort habe ich die schönsten Momente erlebt, die günstigsten Unterkünfte gefunden und am wenigsten Touristenrummel gehabt.

Wer die Schweiz mit dem Auto bereist, sollte allerdings zwei Dinge nicht vergessen:

💡 Mein Tipp: Die Autobahnvignette — sie kostet aktuell 40 Franken und ist Pflicht für alle Schweizer Autobahnen. Wer ohne erwischt wird, zahlt ein saftiges Bußgeld. Die Vignette gibt es bereits an vielen deutschen Tankstellen nahe der Grenze oder direkt am Grenzübergang. Ich habe sie kurz vor der Grenze gekauft. So war ich auf der sicheren Seite und musste keine Angst haben, sofort auf die Autobahn zu fahren.

💡 Mein Tipp: Tanken vor der Grenze — Benzin ist in der Schweiz spürbar teurer als in Deutschland. Es lohnt sich, kurz vor dem Grenzübergang nochmal vollzutanken. Wenn du durch Österreich kommst, solltest du dort Tanken. Da kannst du nochmal ordentlich Geld sparen.

2 · Unterkunft

Schlafen auf dem Bauernhof – mein liebster Schweiz-Tipp

Nur eine einzige Unterkunft habe ich vor der Reise gebucht – die allerersten Nächte, damit ich nach der Anreise einfach ankommen konnte. Alles andere habe ich vor Ort entschieden. Für viele klingt das nach Stress. Für mich ist es pure Freiheit.

Mein treuer Begleiter dabei war Airbnb – und ich habe dabei immer auf drei Dinge geachtet, die am Ende richtig viel Geld gespart haben:

  1. Kostenloses WLAN — kein mobiles Datenvolumen verbraucht, keine Roamingkosten, immer erreichbar.
  2. Kostenloser Parkplatz — in der Schweiz können Parkgebühren empfindlich ins Budget schlagen. Wer das schon bei der Unterkunft spart, hat gewonnen.
  3. Küche zur Mitbenutzung — das ist für mich der größte Spartipp überhaupt. Wer in der Schweiz jeden Tag auswärts isst, sprengt schnell jedes Budget. Mit einer Küche kann ich frühstücken, abends kochen und auch mal ein Lunchpaket für den Berg vorbereiten.

Du möchtest das Besondere in der Schweiz erleben – dann übernachte doch in alten Bauernhäusern

Besonders ans Herz legen möchte ich dir aber etwas, das über das reine Sparen weit hinausgeht: Ich habe sehr oft in alten Bauernhäusern übernachtet. Und diese Erfahrungen waren für mich die schönsten der ganzen Reise.

Die Vermieter dort sind keine anonymen Gastgeber – es sind Menschen, die ihr Leben, ihre Region und ihre Geschichten mit dir teilen, wenn du es zulässt. Bei einem Abendgespräch auf der Veranda, beim Frühstück am großen Holztisch oder einfach so, wenn man sich zufällig im Hof begegnet. Ich habe dabei Einblicke in die Schweiz bekommen, die kein Reiseführer der Welt liefern kann.

„Wo war die denn wieder den ganzen Tag?“ Abends so in der Unterkunft begrüßt zu werden ist Klasse – oder?

Und dann war da noch etwas, das mich jedes Mal aufs Neue gerührt hat: Mehr als einmal habe ich beim Zurückkommen abends frisches Obst oder Gemüse aus dem eigenen Garten auf einem Teller mit einer kleinen Nachricht bekommen. Einfach so. Weil man sich nett unterhalten hat, weil man neugierig war, weil man zugehört hat.

Das ist für mich das Herz des Reisens – und genau das, wofür ich reise.

💡 Mein Tipp: Filtere bei Airbnb gezielt nach „Küche„, „kostenloser Parkplatz“ und „WLAN“ – und schau dir die Fotos genau an. Alte Bauernhäuser und Landunterkünfte sehen oft unscheinbar aus, sind aber häufig die charmantesten und günstigsten Optionen. Und: Je ländlicher die Lage, desto günstiger meist der Preis.

3 · Essen & Trinken

Essen in der Schweiz – entspannter als du denkst

Ja, Restaurantpreise in der Schweiz können einem den Appetit verschlagen. Ein einfaches Mittagessen in einem normalen Lokal kostet schnell 25 bis 35 Franken – das ist keine Übertreibung. Aber ich war ehrlich gesagt nie jemand, der im Urlaub großartig in Restaurants geht. Und in der Schweiz hat mir das ganz besonders geholfen.

Mein Alltag sah so aus:

Morgens — Frühstück in der Unterkunft, mit Vorräten aus Deutschland oder dem Schweizer Supermarkt. Entspannt, günstig, und oft mit dem schönsten Ausblick des Tages. Kaffee und Tee gab es oft kostenlos in der Unterkunft.

Hier morgens zu Frühstücken, ist doch besser wie jedes Hotelbuffet?

Mittags — Picknick. Beim Wandern in der Natur, auf einer Parkbank in der Altstadt oder mitten in einer belebten Fußgängerzone. Mit frischem Brot, Käse, Obst – manchmal sogar mit dem Gemüse aus dem Garten meiner Gastgeber. Für mich gibt es kaum etwas Schöneres.

Abends — schnell selbst gekocht in der Unterkunftsküche. Einfach, unkompliziert und entspannend nach einem langen Tag.

Und zwischendurch? Da gönne ich mir gerne einen Kaffee und ein Stück Kuchen – aber nicht unbedingt im Touristenlokal am Hauptplatz. In kleinen Bäckereien oder urigen Dorfcafés bekommt man oft deutlich günstigere Preise, und das Ambiente ist meistens viel authentischer.

💡 Mein Tipp: Migros und Coop sind die großen Schweizer Supermarktketten – dort bekommst du frische Produkte zu vernünftigen Preisen. Für noch günstigere Grundnahrungsmittel lohnt sich ein Blick in die Aldi- oder Lidl-Filialen, die es auch in der Schweiz gibt.

4 · Fortbewegung vor Ort

Mit dem Auto durch die Schweiz – fast perfekt. Fast.

Wer spontan und flexibel reisen möchte, ist mit dem Auto in der Schweiz wirklich gut aufgestellt. Die Straßen sind hervorragend, die Landschaft atemberaubend – und man kommt auch dorthin, wo kein Bus fährt. Für meine Art zu reisen war es die perfekte Wahl.

Aber ich wäre keine ehrliche Reisementorin, wenn ich nicht auch von dem einen Thema erzählen würde, das mich das ein oder andere Mal wirklich genervt hat: Parken.

Parken in Städten — Parkplätze in Schweizer Städten können richtig teuer werden. In Zürich habe ich z. B. 50 CHF für einen Tag gezahlt!

Autofahren in der Schweiz ist einfach Klasse – entspannt – stressfrei und ohne Hektik

Parkplatzsuche in der Schweiz – oft mehr als nur frustrierend

💡 Mein Tipp: Schau dir die Parkplatzpreise und -adressen schon vor der Reise an und speichere sie direkt ins Navi. Das spart vor Ort Zeit, Nerven und manchmal auch Geld.

Bezahlen nur per App — das war mein persönlicher Frustmoment Nummer eins. Viele Parkplätze in der Schweiz akzeptieren nur noch Zahlung über eine App. Klingt praktisch – ist es aber nicht, wenn dein Handyvertrag kein kostenloses Roaming in der Schweiz beinhaltet. Bitte unbedingt vorher checken! Ich habe das vorher gecheckt und gedacht, dass das kein Problem ist – war es auch nicht. Nur die Parkplatzsuche wurde dadurch echt ätzend.

Parkgebühren auf Wanderparkplätzen — ja, die gibt es. Und ja, ich fand das auch sehr ärgerlich. Denn oft muss man dort mit Münzen zahlen – und das Problem: Wie viel Zeit soll ich einwerfen, wenn ich nicht weiß, wie lange meine Wanderung dauert?

Mein pragmatischer Tipp: Immer eine Handvoll Schweizer Franken als Münzen dabei haben und lieber etwas mehr einwerfen als zu wenig. Ein Knöllchen kostet mehr als ein paar Franken extra.

💡 Checkliste vor der Abreise: Roaming-Optionen deines Handyvertrags prüfen und To-Do-Liste immer abends vor einem Ausflug: Schweizer Franken als Münzen einpacken, Parkplätze in den geplanten Städten vorher recherchieren und Adressen ins Navi speichern. Kleine Vorbereitung – große Wirkung.

Natürlich habe ich in der Schweiz Sherlock Holmes besucht – für alle Bücherwürmer ein „Muss“

5 · Aktivitäten & Sehenswürdigkeiten

Wandern, Wasserfälle und Sherlock Holmes – meine Schweiz

Die gute Nachricht zuerst: Die schönsten Erlebnisse in der Schweiz kosten oft nichts. Oder fast nichts.

Wandern – und nein, du musst kein Profi sein

Ich bin ehrlich: Ich bin keine Hochleistungswanderin. Kein Gipfelstürmen, kein stundenlanger Aufstieg auf alle Viere. Und trotzdem – oder vielleicht gerade deshalb – war das Wandern in der Schweiz für mich eines der Highlights. Das Schweizer Wanderwegenetz ist unglaublich gut ausgebaut und bietet für jeden Fitnesslevel etwas. Wunderschöne Wege durch Wälder, entlang von Bächen und Seen, mit atemberaubenden Ausblicken – ganz ohne Bergsteiger-Ambitionen. Einfach losgehen und staunen.

Kostenlose Stadtrundgänge

Ein Tipp, den viele nicht kennen: In vielen Schweizer Städten gibt es kostenlose Stadtrundgänge – die Infos und die passende Karte dazu bekommst du direkt in der Touristeninformation vor Ort. Das ist natürlich Geschmackssache, aber für alle, die gerne ein bisschen Hintergrundwissen zu dem bekommen, was sie sehen, eine wunderbare und günstige Möglichkeit.

Für Bücherwürmer: Sherlock Holmes in Meiringen

Ich muss an dieser Stelle gestehen: Ich bin ein großer Sherlock Holmes Fan. Und natürlich – natürlich! – musste ich nach Meiringen. Dort befindet sich das Sherlock Holmes Museum, und gleich nebenan die Reichenbachfälle, an denen Conan Doyle seinen berühmtesten Detektiv sterben ließ. Für Fans wie mich ist das eine kleine Pilgerreise. Für alle anderen: Die Reichenbachfälle sind auch ohne Holmes-Kenntnisse beeindruckend.

Das Lauterbrunnental – Tolkiens Mittelerde & Bollywoods Liebling

J. J. R. Tolkien fand im Lauterbrunnental die Vorlage für Bruchtal (Herr der Ringe) – hier der Staubbachfall

Das Lauterbrunnental mit seinen über 70 Wasserfällen ist schlicht atemberaubend. Es soll übrigens die Vorlage für Tolkiens Mittelerde gewesen sein – und als ich dort stand, konnte ich das sofort glauben. Eine Kulisse wie aus einem anderen Zeitalter.

Was ich allerdings nicht wusste: Das Lauterbrunnental ist auch Drehort einer beliebten Bollywoodserie – und entsprechend war ich dort plötzlich von hunderten indischer Touristen umgeben, die begeistert Fotos machten. Ein anderer Grund, ein anderes Publikum, aber die gleiche Faszination für diesen Ort. Irgendwie schön – auch wenn es touristisch war und die Preise in der Gegend gefühlt doppelt so hoch waren wie im Rest der Schweiz.

💡 Mein Tipp: Beliebte Touristenorte früh morgens besuchen – da ist es ruhiger, kühler und du hast die besten Fotomomente ganz für dich.

Auch diese Kulisse findest du in Herr der Ringe – schaut das nicht aus, wie Elronds Haus? Passender Weise wurde in der St. Beatus-Höhlen am Thunersee auch ein Drache vom heiligen Beatus besiegt – seltsamer Zufall – oder?

⚛️ CERN – für alle Dan-Brown-Fans

Und weil ich eben so bin wie ich bin: Natürlich musste ich auch das CERN bei Genf besuchen. Als Fan von „Illuminati“ war das für mich Pflichtprogramm. Die kostenlose Führung durch das Forschungszentrum ist übrigens wirklich beeindruckend – auch wenn (oder gerade weil) man hinterher mehr Fragen hat als vorher. Ach, und keine Sorge: Antimaterie habe ich keine mitgebracht. 😄

💡 Mein Fazit zu Aktivitäten: Die teuersten Erlebnisse in der Schweiz sind oft die überfüllten Touristenattraktionen. Die schönsten – und günstigsten – sind meistens die, die du dir selbst aussuchst: ein Wanderweg, ein Wasserfall, ein Museum das zu dir passt. Reise nach deinen Interessen, nicht nach dem Reiseführer.

6 · Reisezeit & Planung

Mitte September bis Anfang Oktober – mein persönlicher Geheimtipp

Timing ist beim Reisen alles – und bei meiner Schweiz-Reise hat es fast perfekt gepasst. Mitte September bis Anfang Oktober ist für mich inzwischen eine meiner liebsten Reisezeiten überhaupt. Die Sommerferien sind vorbei, die großen Touristenmassen haben sich verzogen, die Preise sinken spürbar – und die Natur zeigt sich von ihrer allerschönsten Seite.

Ich sage fast perfekt – weil ich einen kleinen Fehler gemacht habe, aus dem ich aber am Ende eine der schönsten Erfahrungen der ganzen Reise gezogen habe.

⚠️ Achtung Herbstferien! Ich bin unbeabsichtigt in die Schweizer Herbstferien gerutscht – das hatte ich schlicht nicht auf dem Schirm. Die Folge: Die günstigen Unterkünfte in den bekannten Orten waren bereits ausgebucht. Wer spontan bucht wie ich, sollte die Schulferienzeiten des Reiselandes immer im Blick haben – auch wenn es nicht die eigenen sind.

Was habe ich also getan? Ich bin ausgewichen. Auf Orte abseits der touristischen Hauptrouten, auf kleinere, ruhigere Ecken – und damit in zwei der schönsten Gebiete gelandet, von denen ich vorher noch nie gehört hatte.

Hochmoore sind auch in der Schweiz sehr selten und seigen sich im Herbst in ihrem schönsten Farbkleid

Das hätte ich ohne die Ferien nicht in der Schweiz entdeckt:

UNESCO Biosphäre Entlebuch — ein Naturjuwel, das kaum ein Reiseführer kennt. Weitläufige Moore, stille Wälder, kaum Touristen. Genau mein Ding. Hier findest du Infos dazu.

Neuenburgersee — ruhig, malerisch und ohne die Hektik der bekannteren Seen. Ein Ort zum Durchatmen.

Und dann war da noch der Herbst selbst. Die Moore hatten sich leuchtend rot gefärbt. Durch manche Wälder wanderte ich durch ein Meer aus goldenem Ahornlaub – als hätte jemand die Welt in Bernstein getaucht. Das Wetter? Stabil und sonnig. In drei Wochen hatte ich genau einen Regentag. Einen.

Der Herbst in der Schweiz ist ein echter Geheimtipp – farbenprächtiger als der Sommer, ruhiger als die Hauptsaison und mit einem Wetter, das einem oft mehr Sonnenstunden schenkt als erwartet.

💡 Mein Tipp: Prüfe vor der Reise immer die Schulferienzeiten deines Reiselandes – nicht nur die eigenen. Und wenn die Lieblingsunterkunft ausgebucht ist: Schau abseits der bekannten Orte. Oft wartet dort das Beste.

Besonders schön sind die Ahornbäume im Herbst mit ihrem golden Blätterzauber

FAZIT · Mein ehrliches Urteil

Schweiz mit kleinem Budget – geht das wirklich?

Ja. Mit einem klaren Ja.

Die Schweiz ist kein günstiges Land – das wird auch durch noch so viele Spartipps nicht verschwinden. Aber sie ist ein Land, das man sich leisten kann, wenn man weiß, wie. Mit dem eigenen Auto statt Flug, mit Airbnbs statt Hotels, mit Picknick statt Restaurantbesuch, mit Wanderwegen und Naturerlebnissen statt überteuerten Attraktionen – und mit der richtigen Reisezeit. Drei Wochen durch die Schweiz, und ich bin mit einem Budget ausgekommen, das ich vorher nicht für möglich gehalten hätte.

Was ich beim nächsten Mal anders machen würde? Eigentlich nur eine Kleinigkeit: Ich würde vorher einen Blick auf die Schulferien werfen. Aber ehrlich gesagt – selbst dieser kleine Planungsfehler hat mich zu zwei der schönsten Orte meiner ganzen Reise geführt. Manchmal sind es genau die ungeplanten Momente, die am meisten bleiben.

Ich liebe Soloreisen und habe die Schweiz 3 Wochen allein erkundet

Und noch etwas möchte ich dir mitgeben, vielleicht der wichtigste Punkt überhaupt: Ich war die ganze Zeit allein unterwegs. Drei Wochen, eine Rundreise, spontane Entscheidungen, fremde Menschen, neue Orte – alles allein. Und genau das hat die Reise für mich so besonders gemacht. Niemand, der mitreden musste, wo es hingeht. Niemand, der ein anderes Tempo wollte. Nur ich, meine Neugier und die Schweiz.

Alle Tipps, die ich dir in diesem Beitrag mitgegeben habe, eignen sich besonders gut für Soloreisende. Spontanes Buchen, flexible Routenplanung, die Gespräche mit Gastgebern, die einem sonst vielleicht entgehen – all das ist als Alleinreisende sogar noch leichter umzusetzen als zu zweit oder in der Gruppe. Du musst dich mit niemandem absprechen, niemandem Kompromisse anbieten. Du entscheidest, wann du bleibst, wann du weiterfährst, und wohin es dich als nächstes zieht.

Lust auf mehr zum Thema „Allein Reisen“? Dann schau dir meinen Beitrag über „Die Einzigartigkeit des Solo-Abenteuers – 5 Gründe fürs Alleinreisen“ an.

 Mein Fazit in einem Satz: Die Schweiz mit kleinem Budget zu erleben ist möglich – und allein unterwegs zu sein, macht es nicht schwerer, sondern oft sogar leichter. Du musst es nur wagen.

Die Aareschlucht liegt zwischen Meiringen und Innertkirchen im Berner Oberland und seine 1400 m kannst du über Stege erkunden.

Lust auf deinen eigenen Schweiz-Moment – oder ein ganz anderes Ziel?

Vielleicht hat dich dieser Beitrag neugierig gemacht – auf die Schweiz, auf eine Reise allein, oder einfach darauf, deinen eigenen Traumurlaub endlich in die Hand zu nehmen. Genau dabei begleite ich dich in meinen Mentoring-Kursen: Ob kleine Ausflüge vor der eigenen Tür oder die große Reise nach Übersee – gemeinsam finden wir heraus, wie du individuell, entspannt und mit kleinem Budget genau das Erlebnis bekommst, das zu dir passt.

Der Tuner See besticht durch seine blaue Farbe

Und jetzt bist du dran – warst du schon mal in der Schweiz?

Erzähle mir doch hier, wie deine Erfahrungen mit Urlauben in der Schweiz sind.

Ich bin gespannt, ob du auch Tipps für geheime Ecken in der Schweiz hast und wie du gereist bist.

Allein - Reisen - Frauen - Marktumfrage - viagolla
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