Mit 10 Frauen verreisen: Chaos oder Traumurlaub? Unsere ehrlichen Erfahrungen

Gruppenreisen 10 Frauen Reisemädels viagolla

Du kennst mich – ich schreibe oft darüber, wie bereichernd es ist, allein zu reisen. Über diese besondere Freiheit, nur den eigenen Rhythmus zu spüren. Darüber, wie sehr es das Selbstvertrauen stärkt, sich selbst genug zu sein.

Und dann telefonierte ich vor kurzem mit einer Freundin, die mir ganz selbstverständlich erzählte, dass sie regelmäßig mit neun (!) anderen Frauen verreist. Zehn Persönlichkeiten, zehn Meinungen, zehn Leben – und trotzdem funktioniert es. Nicht nur irgendwie, sondern offenbar richtig gut.

Ich war ehrlich gesagt sofort fasziniert. Wie organisiert man so etwas? Gibt es da nicht ständig Chaos? Oder ist genau das der Reiz?

Aus diesem Gespräch ist dieser Gastbeitrag entstanden – ein Blick auf eine ganz andere Art des Reisens. Lauter, voller, vielleicht auch ein bisschen verrückter. Und ganz sicher: voller Geschichten.

Erfahre, wie Karin ihre Gruppenreisen organisiert

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Reisemädels in Holland

Wer sind wir

Mein Name ist Karin Wengerter. Ich wohne in der wunderschönen Weinregion Unterfranken, wo ich auch eine gemütliche Ferienwohnung vermiete. Durch meine Gäste sehe ich fast täglich, wie viel Spaß es macht, die Welt gemeinsam zu entdecken.

Das hat mich dazu inspiriert, diesen Beitrag über meine eigenen Reisefreundinnen zu schreiben. Ich möchte unsere Erfahrungen mit dir teilen und dir zeigen, warum das Reisen in der Gruppe trotz kleiner Chaos-Momente eine fantastische Entscheidung ist.

Lasst dich anstecken – und hole dir direkt Inspiration für deine eigene nächste Auszeit. Vielleicht ja sogar bei mir daheim in Hammelburg!

Reisemädels – das sind wir:

Wir nennen uns „die Reisemädels“ – obwohl unser jüngstes Mitglied 50 ist und die älteste von uns mit 74 schon längst den Seniorinnenrabatt verdient hätte. Zehn Frauen, zehn Leben, zehn völlig unterschiedliche Berufe – und mindestens genauso viele Ausreden, warum wir eigentlich keine Zeit hätten. Kinder, Enkel, Ehemänner, Ruhestand, Verpflichtungen… alles da.

Und trotzdem: Wenn es ums Reisen geht, sind wir plötzlich erstaunlich organisiert. Ein- bis zweimal im Jahr packen wir unsere Rollkoffer und ziehen los. Natürlich schaffen wir es fast nie, alle zehn gleichzeitig an einen Ort zu bekommen – aber das macht nichts. Jede Reisegruppe ist neu zusammengewürfelt.

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Alles begann mit der Reise nach Barcelona

Die Idee entstand vor rund 13 Jahren in einem Yogakurs. Während andere tief atmeten, atmeten wir die Idee einer gemeinsamen Barcelona-Reise ein. Und wie das so ist: Hat man einmal angefangen, hört man nicht mehr auf.

Reiseziele

Wohin wir reisen? Das entscheiden wir oft aus dem Bauch heraus. Erzählt eine von uns von einer besonders schönen Tour, dauert es meist keine fünf Minuten, bis jemand ruft: „Da müssen wir hin!“ Und schon nimmt das nächste Abenteuer Fahrt auf.

Oft sind es auch Freunde oder Verwandte, die uns den entscheidenden Schubs geben. Kaum wohnt irgendwo jemand, der uns „Land und Leute zeigen kann“, stehen wir praktisch schon mit gepacktem Koffer vor der Tür. So haben wir den Heimatort eines Reisemädels in Spanien unsicher gemacht, sind in den Niederlanden den Spuren einer anderen gefolgt, haben uns mehrfach in Italien die Sonne auf die Nasen scheinen lassen und Belgien wie auch Prag erkundet. Nur der Norden – der wartet noch geduldig auf uns. Aber keine Sorge, wir kommen. Irgendwann.

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Neben unseren größeren Reisen finden wir ständig Gründe für kleine Auszeiten. Ein Tagesausflug hier, ein spontanes Wochenende dort – wir sind da sehr kreativ.

Besonders beliebt: Städtereisen als Geburtstagsgeschenk für runde Jubiläen. Dann suchen wir uns eine Stadt mit einer spannenden Ausstellung aus und los geht’s.

Die Schirn in Frankfurt, das Würth-Museum in Schwäbisch Hall oder die Völklinger Hütte in Saarbrücken – alles schon abgehakt.

Reisevorbereitung

Wenn das Reiseziel feststeht, beginnt der eigentliche Abenteuerteil: die Terminfindung. Ein logistisches Meisterwerk, das irgendwo zwischen WhatsApp-Chaos und „Ich kann da leider nicht, da hat mein Enkel Geburtstag“ stattfindet. Am Ende finden wir erstaunlicherweise immer ein Datum, an dem zumindest ein Großteil unserer Truppe losziehen kann.

Beim ersten Planungstreffen wird dann das Internet durchforstet – auf der Suche nach einer Ferienwohnung, die groß genug ist, um uns alle aufzunehmen. Gar nicht so einfach, wenn man ab fünf Personen plötzlich in der Kategorie „Schulklasse auf Abschlussfahrt“ landet. Aber wir brauchen eben Platz: einen großen Wohnraum zum Quatschen, Spielen, Lachen und für die allabendliche Lagebesprechung. Da nehmen wir auch mal Stockbetten in Kauf. Hauptsache, wir passen alle rein und niemand muss im Besenschrank schlafen.

Steht die Unterkunft, wird die Reiseroute grob abgesteckt und die An- und Abreise geplant. In den letzten Jahren haben wir das Flugzeug bewusst gemieden – nicht nur der Umwelt zuliebe, sondern auch, weil wir im Kleinbus oder in der Bahn viel mehr Zeit zum Reden haben.

Los geht’s!

Auf unseren Reisen zeigt jede von uns ihre ganz eigenen Superkräfte – und genau das macht den Reiz unserer Truppe aus. Eine plant mit der Präzision eines Schweizer Uhrwerks und kennt den Marco-Polo-Reiseführer praktisch auswendig. Eine andere läuft grundsätzlich mit einem Stadtplan in der Hand herum und führt uns zielsicher in Gassen, die nicht einmal Google Maps kennt. Sprachbarrieren? Nicht mit uns. Französisch, Spanisch, Niederländisch – irgendjemand kann immer irgendwas. Und wenn es darum geht, im italienischen Verkehr zu überleben, haben wir ein Reisemädel, das fließend „Autofahrersprache“ spricht und sich selbst vor hupenden Vespa-Kolonnen nicht fürchtet.

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Herbststimmung in Strassbourg

Wer zu Hause einen Kleinbus fährt, stellt ihn selbstverständlich zur Verfügung – und scheut sich auch nicht, mal bei Rot über die Ampel zu rollen. Überhaupt sind wir hart im Nehmen: Eine Freundin hat es sogar mit gebrochenem Wirbel und Korsett bis nach Sizilien geschafft.

Meinungsverschiedenheiten können bei Gruppenreisen immer mal wieder vorkommen

Natürlich gibt es unterwegs kleine Meinungsverschiedenheiten. „Schon wieder ein Museum? Können wir nicht mal shoppen gehen?“ „Können wir nicht endlich eine Pause machen?“. Aber erstaunlicherweise kommen wir mit einem einzigen Bad für neun Frauen hervorragend zurecht. Die Früh- und Spätduscherinnen ergänzen sich perfekt, und mit übermäßig viel Kosmetik halten wir uns nicht auf – wir sind schließlich von Natur aus schön.

Auch sonst läuft alles harmonisch: Wenn ein Kofferrad abbricht, tragen wir das Gepäck eben im Wechsel.

Nur beim Essen hört der Spaß auf. Eine von uns muss pünktlich um zwölf etwas im Magen haben – und so landen wir regelmäßig an Imbissständen oder bei Schoppen to go. Essen und Pausen sind heilig. Diäten?

Auf Reisen absolut verboten. Wir genießen, was kommt.

Heringessen mal anders

Manchmal allerdings fordert uns die lokale Küche heraus. In Madrid wurde uns das Nationalgericht Cocido Madrileño wärmstens empfohlen. Wir waren allerdings von der Kombination aus Fleischbergen, Hühnerfüßen, Fett, Kohl und Knoblauch stark überfordert. Unsere Lösung: strategische Pausen – nach ein paar Bissen jeweils einen Schnaps. Das Ergebnis: sturzbetrunken, aber das Essen haben wir erstaunlich gut vertragen.

Kaffeestopps gehören ebenfalls zum Pflichtprogramm. Dabei landen wir oft an den interessantesten Orten – zum Beispiel im Rotlichtviertel von Amsterdam, mit direktem Blick auf die Damen im Fenster. Ein Erlebnis der besonderen Art.

Und damit alles fair bleibt, gibt es bei uns einen gemeinsamen Geldbeutel. Eine Reisefreundin übernimmt die Rolle der Zahlmeisterin, sammelt regelmäßig nach und bezahlt Eintrittskarten, Restaurantrechnungen oder den Kaffee für alle – egal, wer was hatte. Die Bedienungen lieben uns, und wir müssen uns um nichts kümmern.

Anekdoten der 13 Jahren gemeinsames Reisen

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Manchmal führen uns unsere Reisen auch direkt in fremde Wohnzimmer – oder besser gesagt: in griechische Familienfeste.

An Ostern wurden wir von einer ehemaligen Praktikantin zu ihrer Familie eingeladen. Der Großvater stand stolz am Grill und drehte ein ganzes Lamm, während wir uns tapfer durch mit Innereien gefüllten Darm probierten. Ein Erlebnis, das man nicht vergisst – egal, ob man möchte oder nicht.

Um Mitternacht ging es dann zur Ostermesse, auf Ehrenplätzen, versteht sich. Die Messe war auf Altgriechisch und dauerte gefühlt länger als unsere gesamte Anreise. Kein Wunder, dass die eine oder andere Reisefreundin zwischendurch sanft wegdämmerte. Die Atmosphäre war trotzdem beeindruckend – und wir waren froh, dass niemand laut geschnarcht hat.

Unvergessen bleibt auch unsere Zugfahrt nach Levanto im letzten Jahr – mit dem Nightjet. Die Übernachtung zu sechst in einer Kabine, die eher an ein überdimensioniertes Schuhkartonabteil erinnerte, brachte uns an die Grenzen unserer Akrobatik. Umklappbare Rückenlehnen, Klappsitze, kaum Platz zum Atmen – aber wir haben es geschafft. Und das Frühstück war überraschend gut. Auf der Rückfahrt lagen wir dann wie Ölsardinen nebeneinander. Komfort? Nein. Spaß? Absolut. Wir haben Tränen gelacht.

Und dann war da noch die legendäre Berlin-Tour. Es war so bitterkalt, dass wir geschlossen Strumpfhosen kaufen mussten, um nicht zu erfrieren. Ein Anblick, den vermutlich auch die Verkäuferinnen nicht so schnell vergessen.

Fazit unserer Gruppenreisen als Reisemädels

Am Ende zeigt jede unserer Reisen vor allem eines: Gemeinsam unterwegs zu sein ist unschlagbar. In der Gruppe wird aus jeder Panne eine Anekdote, aus jeder Herausforderung ein Lachanfall und aus jedem Ziel ein kleines Abenteuer, das man allein nie so erlebt hätte.

Wir sind zehn Frauen mit unterschiedlichen Leben, aber unterwegs funktionieren wir wie ein gut eingespieltes Team – jede bringt etwas ein, jede fängt die andere auf. Genau das macht unsere Touren so besonders.
Reisen in der Gruppe bedeutet für uns: die Welt sehen – und dabei immer jemanden an der Seite haben, der mitlacht, mithilft und mitgenießt. Und deshalb packen wir unsere Koffer immer wieder aufs Neue.

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Weitere Infos zu Karin

Wenn du mal bei Karin vorbeischauen möchtest, dann schau gerne auf ihrer Internetseite vorbei. Ich habe dir hier ihre Seite: Wengerthaus verlinkt.

Und jetzt bist du dran – wie sind deine Erfahrungen mit Gruppenreisen?

Erzähle uns doch hier, wie deine Erfahrungen bei Gruppenreisen mit Freundinnen oder Freunden laufen.

Wir sind auch auf deine Anekdoten gespannt. Ich leite deine Kommentare gerne auch an Karin weiter, wenn du ihr hier schreiben möchtest

Allein - Reisen - Frauen - Marktumfrage - viagolla
ich freue mich auf deine Kommentare

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